Guten Tag liebe Schwestern,
die erste Woche in diesem Jahr ist geschafft, es sind ja nur noch reichlich 52 bis zur nächsten Sylvesterparty. Die Party, die mich in das neue Jahr gebracht hat, war die für mich wohl denkwürdigste. Ich hatte mein liebstes Kleid an und mich für meine Verhältnisse richtig aufgebrezelt (schmunzel). Und, sehr wichtig für mich, ich habe im Kreise der Leute gefeiert, die mir für eine solche Gelegenheit am nahesten stehen. Und auch die Umgebung war OK. Wir waren zunächst im KNEMO und haben den Absacker dann im Ambiente eingenommen. Insgesamt eine wenig spektakuläre aber runde Sache.
Und das neue Jahr hat gleich noch einen Höhepunkt zu bieten - unsere Neujahrsparty am 15.1.2000 im Ambiente. Die Einladung könnt Ihr unter unserer Homepage www.TransSisters.de betrachten und abrufen. Wir haben inzwischen mehr als 150 Exemplare dieser Einladungen gezielt verteilt und schon eine Menge Zusagen. Ich gehe mal davon aus, dass die kleine Bar richtig voll werden wird und rechne dabei natürlich mit Eurer Teilnahme.
Dennoch, wer immer diese Zeilen ließt: Schaut doch mal vorbei und bringt Eure Freundinnen und Freunde und meinetwegen Mutti und Vati gleich mit! Der Einsatz ist nicht mehr als der Preis einer Schachtel Zigaretten - und Ihr habt dagegen einen sicher angenehmen Abend und die Chance aus erster Hand zu erfahren, was Ihr schon immer wissen wolltet! (Oder entdeckt vielleicht eine neue Leidenschaft?)
Für diesen Abend habe ich mir vorgenommen mit so vielen Leuten, wie möglich zu reden und dabei für mehr Akzeptanz gegenüber den Transgender - Menschen zu werben. Schon bei einer unserer Werbeaktionen bin ich auf viel Interesse und Neugier gestoßen. Was also verhilft uns zu mehr Akzeptanz, als den Unbedarften zu zeigen, dass es immer noch ganz normale (für mich häufig liebenswerte) Menschen sind, die in welcher Form und mit welchem Inhalt auch immer zwischen den Geschlechtern wandern oder eben nur die Attribute des anderen Geschlechts bevorzugen.
Inzwischen haben sich einige TransSisters entschlossen, sich auf einer Seite unserer Homepage persönlich vorzustellen. Ich will einfach noch einmal sagen, dass jede von uns die Möglichkeit und natürlich auch Anspruch auf eine eigene E-Mail Adresse Mädchenname@TransSisters.de hat. Es wird sich also in diesem Monat noch einiges tun auf unserer Seite. In diesem Zusammenhang werden auch die Reaktionen zu Thema "Was finden Frauen an uns Transen interessant" - und natürlich auch was nicht, veröffentlicht. Geplant ist über diese Forum hinaus die Einrichtung eines Zugriffszählers, eines Gästebuches und über einen Kleinanzeigen - Markt wird nachgedacht. wer also noch Ideen und Vorschläge hat, sollte sich recht bald melden, damit sie berücksichtigt werden können.
Das soll es dann auch mal wieder gewesen sein, wir sehen uns ja schon am 15.1. zur Neujahrsparty und ich freu mich schon darauf.
Viele liebe Grüße
Sabine
Guten Tag die Damen und auch die Herren,
es ist Sonntagnachmittag, der Tag Eins nach unser ersten öffentlichen Party, der Neujahrsparty der TransSisters.
Alle, die dabei waren sind sich wohl einig, es war ein rundum gelungener Abend. Hier die wichtigsten statistischen Werte zum Abend. Wir haben 90 zahlende Gäste gezählt und hatten trotz des wirklich geringen Kostenbeitrages von 5 DM, nach der Abrechnung des Begrüßungssektes und der Schnittchen noch immer einen kleinen finanziellen Überhang, der bei einer der nächsten großen Aktionen eingesetzt werden kann. Ungefähr ein Drittel der Anwesenden waren "Transen" unterschiedlichster Couleur, zumeist aus unserem bekannten Umfeld, aber auch Leute, die ich bisher noch nie gesehen habe, aber sicher zu anderen Gelegenheiten wieder treffen werde.
Ich hab mich mit fast jedem Gast ein paar Minuten unterhalten und hatte den Eindruck, dass zirka 90 Prozent der Gäste gezielt zu unserer Party gekommen sind. Nur wenige waren rein zufällig rein geraten. Die wohl am weitesten, extra angereisten Gäste, waren zwei junge Männer aus Eisenach in Thüringen.
Gefallen hat mir an diesem Abend besonders, die insgesamt angenehme Atmosphäre und lockere Stimmung. Bei meinen Gesprächen (gerade mit den "Normalos") hatte ich den Eindruck, dass sich die Männer mit unserer Wanderung zwischen den Geschlechtern schwerer tun als die Frauen. Hier sind einfach die Vorbehalte gegenüber den vermuteten sexuellen "Abnormitäten" größer. Einige waren ausgesprochen überrascht, dass so mancher von uns in einer ganz normalen heterosexuellen Beziehung lebt. Insgesamt bin ich auf viel Neugier und zuletzt den ehrlichen Versuch gestoßen, die Transgender-Menschen zu verstehen. Es war nicht Sinn dieses Abends, die Welt zu bekehren, aber ich habe mindestens 10 Leute kennen gelernt, die künftig, sollten sie mal einer "Transe" begegnen, freundlich lächeln werden. Das ist doch schon was! Die Welt ist heute noch immer die Gleiche, wie gestern. Aber sie ist um ein My klüger und damit besser geworden.
Ich möchte mich auf diesem Wege noch einmal bei allen TransSisters und natürlich dem Team des "Ambiente" bedanken, die sich an der Organisation und letztlich Realisierung unserer Party beteiligt haben - hier die Namen zu nennen würde den Rahmen dieser Mail sprengen! Übrig bleibt für mich der Eindruck, dass wir alle viel Spaß hatten, derartige Veranstaltungen wiederholen sollten und die Gewissheit, dass wir sicher bald nach einer größeren Location suchen müssen, um dem Ansturm der Freunde der TransSisters stand zu halten.
Hier noch einige aktuelle Themen:
Nach dem gestrigen Abend bin ich sicher, dass es uns gelingen wird, zum CSD im Juni einen eigenen Wagen der TransSisters zu organisieren. Ich bin für Hinweise auf potentielle Sponsoren schon jetzt dankbar - Dise Sache sollten wir wirklich angehen und langfristig vorbereiten.
Ich möchte die Gelegenheit hier noch einmal nutzen und auf unser Filmprojekt (Realisierung im Frühjahr für den Offenen Kanal geplant) hinzuweisen - auch hier sind noch immer Ideen gefragt, denn es soll ja unser Film werden.
Unsere Freundin Claudia hat sich gemeldet und die "Ostseeparty" vom 14. bis 16. Mai 2000 im Ostseebad Kühlungsborn in einer kleinen netten Pension angekündigt. Das ist doch eine interessante Idee. Näheres könnt Ihr bestimmt in den nächsten Tagen auf unsere Programmseite lesen.
So, liebe Mädels und lesende Interessenten, das soll es für diese Woche mal wider gewesen sein. Ich wünsche euch allen eine erfolgreiche Woche und hoffe, dass wir uns recht bald wieder sehen.
Viele liebe Grüße
Sabine
Guten Abend, die Damen und die Herren,
eigentlich wollte ich heute schwänzen und die Mail auf die folgenden Tage verschieben, hab mich aber dann doch entschlossen, weil schreiben will ich sie eh und wer weiß, was die nächste Woche so bringt.
Mein Wochenende (und das der Frau die ich am meisten mag), war ausgesprochen ruhig und entspannt. Nach mehreren Wochenenden auf Tour, ist auch ein verschlafenes Wochenende ein angenehmes Wochenende. (Macht das mal nach! 4 mal "Wochenende" in zwei Zeilen!).
Daher gibt es eigentlich nicht viel Neues zu berichten. Ich hatte allerdings (man telefoniert ja miteinander) den Eindruck, dass so manche von uns eine kleine Verschnaufpause eingelegt hat. Ist ja auch verständlich, denn das Leben besteht ja nicht nur aus Party und Ausgehen. Zudem, viele von uns leben in Partnerschaften und auch die müssen gepflegt werden.
Wie wichtig diese (partnerschaftliche) Pflege ist, hat mir die Durchsicht der Zuschriften zu Thema : "Was finden Frauen an uns Transen interessant?" gezeigt. Ich hab die Texte immer und immer wieder gelesen und nur wenige gemeinsame Nenner gefunden. Wenn ich die vielen Gespräche, die ich in dieser Sache mit Bio-Frauen geführt habe dazu berücksichtige bleibt insgesamt übrig, dass Frau schon eine gewisse Affinität zum ungewöhnlichen Persönlichkeitsbild des Partners haben muss.
Die wenigsten Frauen tun sich schwer im Umgang mit Transgender-Menschen (hier sind TV und Ts eingeschlossen - gelle Christa?), sie sind im Gegensatz zu den Macho-Männern eher in der Lage, unsere Lebensweise zu akzeptieren. Doch mit so einem (als Mann geborenen und eben zeitweise oder ständig transformierten) Menschen leben, das ist eine ganz andere Frage und von kaum fassbaren Bedingungen abhängig.
Als bekennender und leiblicher Mann bleibt mir die Vermutung, dass diese Einschränkung etwas mit den allgemeinen gesellschaftlichen und kulturellen Normen der Weiblichkeit und den damit zusammenhängenden Insignien weiblichen Seins zu tun hat. Diese Welt, diese Kultur kennt eine klare äußerliche Trennung zwischen weiblich und männlich. Und jetzt kommt der eigentliche Irrsinn: Frauen dürfen nicht nur Hosen tragen - ein offen maskulines Verhalten gilt noch immer als akzeptabel. Aber Kleider, Absatzschuhe, Strümpfe, Strumpfhosen oder gar feine Wäsche und all die Dinge, die sie sich im Gesicht auftragen, sind ihnen allein vorbehalten.
Ich will hier nicht die Frage nach der Gerechtigkeit in dieser Welt stellen - das ist müßig, doch die Emanzipation der Frau geht schon eigenartige Wege. Umso wichtiger, dass wir (biologische Männer und biologische Frauen) weiter im Gespräch bleiben - und genau das tun wir ja.
Historisch gesehen, ist ja schon einiges passiert. Im Zuge der allgemein wachsenden Bereitschaft der Gesellschaft, auch ungewöhnliche Lebensweisen anzuerkennen, werden Transen vom Gesetz nicht mehr verfolgt und zunehmend wenigstens in Ruhe gelassen. Die gebbürtigen "Ossis" unter uns sollten sich mal vorstellen, sie wären noch immer in der DDR - ein Szenario, das ich hier lieber nicht ausmalen möchte!
Genug der pseudo- philosophischen Betrachtungen. Macht Euch selbst ein Bild zu den Zuschriften zum Thema. Ich habe sie unter einem Link auf der Seite "Das Wort..." auf unsrer Web - Seite (www.TransSisters.de ) veröffentlicht. Damit soll die Diskussion noch nicht abgeschlossen sein - ich hoffe noch immer auf ein paar Wortmeldungen, die ich eigentlich auch erwartet habe. Technisch ist diese Veröffentlichung noch nicht das Letzte und wird sicher bald zu einem Forum umgestaltet. Ich lerne in dieser Angelegenheit fast täglich dazu, will aber nur wirklich funktionierende Sachen anbieten.
Ich wünsche Euch allen eine angenehme Woche und hoffe, dass wir uns recht bald wieder sehen.
Viele Grüße
Sabine
Hier die Zuschriften:
Ria
Hallo Sabine!
Sicher hat es Dich gewundert, dass ich Dir immer noch nicht auf Deine Frage geantwortet habe. Zum einen hatte ich wenig Zeit und zum anderen musste ich erst mal nachdenken. So generell kann ich gar nicht antworten.
Ich glaube, ich bin einfach ein Mensch, der versucht, grundsätzlich tolerant zu sein. Grenzen gibt es für mich nur dort, wo einem anderen geschadet wird. Das habe ich auch meinen Kindern und Schülern vermittelt. (Zumindest bei meinen Kindern war ich - zusammen mit meinem Partner - erfolgreich, wie die Reaktion auf sein "Anderssein" gezeigt hat)
Die Frage: "Warum gerade dieser Partner?" kann ich nicht beantworten. Ich liebe einfach diesen Menschen. Das kann man, glaube ich, nie rational erklären. Ich könnte jetzt anfangen, alle seine Vorzüge aufzuzählen, aber das erklärt nicht eine Liebe, die schon 29 Jahre hält.
Sein "Anderssein" ist mir zwar sicher schon am Anfang unserer Beziehung aufgefallen, doch habe ich es eher auf seinen partnerschaftlichen und fürsorglichen Umgang mit mir bezogen. Daran, wie ich seine Neigung erfahren habe, kann ich mich gar nicht mehr erinnern. Wichtig war für mich immer, dass dieser Mensch, den ich so schätze, "sich nicht zum Affen macht". Deshalb habe ich versucht, ihm zu helfen, zeitweise eine "natürlich wirkende Frau" zu sein. Dazu gehörten anfangs Schminktipps, Modeberatung, aber auch der Hinweis, dass er seine Stimme, die nicht besonders tief ist, nicht verstellen muss. Es gibt auch Frauen, die eine tiefe Stimme haben. Eine Fistelstimme fällt viel mehr auf. Im Laufe der Zeit wurde es für meinen Partner immer wichtiger, nicht nur eine Frau im "Ausnahmezustand" darzustellen, sondern eine, die spazieren geht, einkaufen oder zu einem Straßenfest. Und das tun nur wenige Frauen mit Minirock und Stöckelschuhen bei Minusgraden, um es mal überspitzt zu sagen. Auch das Make-up muss dem Tageslicht angepasst sein. Freya hat dann viele Frauenzeitschriften und Styling-Bücher gelesen und einen besseren Blick entwickelt, was zu einer Frau passt, als ich. Übrigens habe ich Freya geholfen, einen weiblichen Namen zu finden, denn in der Öffentlichkeit ist der einfach nötig.
Die Öffentlichkeit ist für mich der schwierigste Punkt gewesen. Je perfekter Freya wurde, desto mehr drängte es sie nach draußen. Anfangs bin ich als "Wache" mitgegangen, um zu gucken, ob kein Nachbar in der Nähe ist. Dann haben wir Dinge unternommen, die wir sowieso gern zusammen machen (s. o.) Aber pötzlich waren wir 2 Lesben, die Hand in Hand bummelten. Mit meiner Rolle hatte ich Probleme. Freunde, denen wir unser "Soleben" nicht weiter verheimlichen wollten, konnten das nicht verstehen bis sie uns in Natura in der Oper gesehen haben. Da fiel ihnen auf, dass viele Menschen diese händchenhaltenden Frauen anstarrten.
Das Bedürfnis, auch Freunden diese Facette unseres Lebens bekannt zu machen, ist bei uns beiden sehr groß geworden. Doch bei mir besteht auch die Angst vor Sanktionen. Und so werden wir auch in Zukunft nicht überall "offen sein" können. Aber wir haben uns Nischen gesucht. Das Wichtigste ist, dass unsere Kinder uns so akzeptieren, wie wir leben. Denn auch ich lebe ja "anders".
Ob ich Dir deine Frage beantworten konnte, Sabine, weiß ich nicht. Mein "Fall" kann wohl nicht verallgemeinert werden. Ich liebe eben diesen Menschen und nicht allgemein Transgenders.
Allerdings kann ich sagen, dass ich Machos überhaupt nicht leiden kann!!! Nur, die gibt es auch unter den Transgenders. Das "Frausein" beginnt nämlich im Kopf und nicht im Make-up. Das ist nicht so negativ gemeint, wie es klingt. Auch Frauen können Machos sein und dann mag ich sie nicht.
Was bleibt? Ich wünsche mir, dass die Menschen mehr auf den Charakter, als auf das Äußere wert legen.
Viele Grüße von
Ria
Beatrice
Hallo liebe Sabine,
... Nun möchte ich aber wie versprochen auf die anstehende Frage eingehen, was eine Bio-Frau an Transvestiten fasziniert. (Was lange währt wird gut, so hoffe ich ...)
Mir schwirrt dazu ziemlich viel im Kopf herum und ich weiß gar nicht so recht, wo ich anfangen soll. Abgesehen davon bin ich mir selbst bei vielen Fragen und Antworten immer noch nicht hundertprozentig klar, denn dieses Thema ist für mich doch noch recht neu und ich bin dabei, meine eigene Position zu finden. Vielleicht sollte ich damit beginnen, dass ich eigentlich nicht in erster Linie den Transvestiten sehe, sondern den Menschen der in dieser "Verkleidung" steckt. Auch hier gibt es wie bei allen anderen "normal gekleideten" Menschen, die man kennen lernt Sympathien und Antipathien, entweder die Chemie stimmt oder sie stimmt nicht. Viele von den TVs, die ich inzwischen kenne, kenne ich auch als Mann und ich habe für mich selbst mehrfach feststellen können, dass ein Kleid oder Kostüm, eine Perücke und ein perfektes Make Up keine Persönlichkeitsveränderung nach sich zieht. So wenig wie die Stimme verändert wird, werden andere Dinge verändert, Mimik, Gestik oder die die Fähigkeit der Artikulation, nicht zuletzt Gefühlsäußerungen bleiben dieselben.
Fazit, selbst der am perfektesten gestylte Transvestit ist und bleibt ein Mann. Ich möchte betonen, dass das meine ganz eigene subjektive Meinung ist und vielleicht der eine oder andere TV beim Lesen dieser Zeilen denkt: "... die hat ja keine Ahnung ...". Ich weiß, dass die Absichten eines Mannes in Frauenkleider zu schlüpfen tausendundein verschiedene Beweggründe haben können, die ich hier nicht nachvollziehen kann und will, dafür gibt es noch mehr entsprechende Homepages, auf denen man eventuell Erklärungen finden kann.
Ok., du denkst sicher laber laber laber, aber was findet sie selbst an Transvestiten toll, warum akzeptiert sie es bei dem eigenen Mann, warum verbringt sie fast jedes Wochenende mit solchen Leuten? Gute Frage, die ich vielleicht mit meiner Bi-Neigung beantworten kann. Ich hatte, bevor ich meinen Mann kennen lernte eine ziemlich intensive lesbische Beziehung, von der ich heute noch zehre und vielleicht werden unerfüllte Sehnsüchte gestillt, indem man wenigstens die Illusion hat, eine Frau zu lieben. Vielleicht macht es gerade den erotischen Kick aus, zwei Phantasien zu bedienen - äußerlich habe ich eine wunderschöne perfekte Frau vor mir und ganz im Geheimen weiß ich, es ist ein Mann. In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an eine Äußerung eines/einer Bekannten ebenfalls mit Bi-Neigung ... Transvestiten seien unerotisch, da die erotischen Signale gemischt sind, entweder hat man es mit einer Frau oder einem Mann zu tun. Bei mir ist es vielleicht gerade diese Mischung, die diesen exotischen und erotischen Kick ausmacht. Aber wie gesagt, auch bei Transvestiten gilt, entweder hat frau/man dieses gewisse Etwas oder nicht.
... viele liebe Grüße ...
von Beatrice
Cxxx
Hallo Sabine!
Herzlichen Dank für Deine Mail! Bislang habe ich mich bewusst mit Äußerungen zu Deiner Fragestellung zurückgehalten, weil ich mehr Probleme mit der Thematik habe, als mir lieb ist. ( Wie Du im Folgenden gleich merken wirst...) Interesse setzt für mich eine Freiwilligkeit zum Umgang damit voraus, die hier aber nicht vorliegt. Versteh mich bitte nicht falsch - Probleme habe ich hierbei ausschließlich mit meinem Partner, den ich unter völlig anderen Voraussetzungen kennensgelernt und geheiratet habe. Ich habe überhaupt keine Probleme mit Eurer Gruppe! Im Gegenteil - ich habe mich an dem einen Abend bei Euch sehr gut auf- und angenommen gefühlt, nachdem die erste beiderseitige Fremdheit nachgelassen hat. Rxxx ( für mich ist und bleibt er Rxxx, damit wenigstens irgendwas bleibt) hat Dir unsere Schwierigkeiten ja schon etwas umrissen.
So sind seine Veränderungen bis hin zu "Mädchenname" immerhin in einen Zeitraum von 13 Jahren eingebunden, die sicher auch für ihn ein Prozess einer schwierigen Selbstfindung und -entwicklung waren, wenn auch bisweilen einer reichlich egoistischen Findung. Für mich waren diese 13 Jahre seit dem ersten: Was ist denn jetzt los - was hast Du denn da an? eine langsame, subtile, aber stetige Steigerung des Verwandlungsbedürfnisses, begleitet von fruchtlosen nächtelangen Diskussionen - und eine gleichzeitige Negierung. ( Begleitet wurde und ist das Ganze nach wie vor von ständiger Vertuschung und Geheimhaltung vor Familie, Freunden und Nachbarn, wie es ja sicherlich allen von Euch vertraut ist. )
Ihr jähes Ende fand diese Negierung für mich, als im Laufe der Zeit unübersehbar wurde, dass sich das Ganze nicht mehr weiterhin in unseren vier Wänden abspielen sollte, sondern Rxxx auch noch mit dem abstrusen Namen "Mädchenname" nach draußen drängte. Aber auch dieses wieder ganz subtil und unter dem Vorzeichen, die maulende Trulla daheim schrittweise schon in die richtige Richtung zu manipulieren.
Verraten und ausgeliefert fühlte ich mich, als ich erkennen musste, dass ich statt der durchdiskutierten Nächte mal besser geschlafen hätte. Ich hätte auch 2 DM in eine Parkuhr stecken und die anquatschen können - so viel haben die Gespräche darüber gebracht, welche Probleme ich denn damit habe.
So komisch sich das für Euch anhören mag, ich habe die meisten Probleme mit der optischen Veränderung vom Hals an aufwärts. Da entsteht vor mir dann ein völlig anderes Wesen, das nicht nur anders und nicht unbedingt besser aussieht, sondern sich mit einem mal auch ganz anders benimmt. In dieses Geschöpf hätte ich mich seinerzeit ganz sicher nicht verliebt und von etwaiger Faszination kann sicher auch keine Rede sein!!
Vor allem weiß ich nicht, was nach so vielen Jahren dieser subtilen Weiterentwicklung noch kommt und vor allem, ob ich das noch ertragen kann. Ich kann Rxxxx Äußerungen zu Geschlechtsumwandlung und sonstigen Entwicklungsmöglichkeiten keinen Glauben mehr schenken, weil er mir seine Entwicklungsschritte immer einfach so vorgesetzt hat und ihm meine Befindlichkeit hierbei immer egal war.
Wir werden sehen, welche Entwicklung alles nimmt und wie ich mich da hinein finde. Ganz sicher habe ich aber noch lange meine Probleme, mit einer "Mädchenname" an meiner Seite aus dem Haus zu gehen und weiß auch noch nicht, ob und wann ich das schaffen werde.
So, nun ist es mitten in der Nacht und wieder hat sich eine nächtliche Diskussion an die Mail anschlossen. Rxxx fragt, wo denn in meiner Mail die für mich positiven Seiten des Ganzen stehen? ( "Richtige Männer machen noch nicht mal die Küche sauber!" Originalzitat) Derer gibt es weniger, als es Probleme gibt, aber wir arbeiten gemeinsam daran, die Vorzeichen zu ändern.
Für heute nun herzliche
Cxxx
Silvia
Hallo Sabine und alle Gleichgesinnten, die möglicherweise im Zuge einer Veröffentlichung diese Zeilen lesen,
hier mein Beitrag zur Frage: "Was finden richtige Frauen an solchen Typen, wie Euch interessant?"
Wie Du schon selbst richtig bemerkt hast, ist mit Sicherheit größtenteils der Hang zum Außergewöhnlichen ausschlaggebend. Außerdem finde ich persönlich nicht nur TVs und TS, sondern auch Männer mit gewissen femininen Zügen ungemein sexy. Ein meinem Geschmack entsprechend ästhetischer Körper und ein gepflegtes Äußeres natürlich vorausgesetzt. Dann mag ich noch die richtig maskulinen Männer, die auch gar nichts anderes sein wollen, aber dennoch sich nicht scheuen, Make-up und Nagellack zu benutzen sowie lange Röcke und delikate Unterwäsche zu tragen. Und dazu müssen sie nicht mal schwul oder latent bisexuell sein (was ich allerdings bevorzugen würde - Heteros sind mir meist bei sexuellen Aktivitäten zu eingeschränkt).
Ein absolutes Plus ist für mich, wenn diese Leute dann auch noch devot veranlagt sind und Spaß daran haben, von mir gefesselt, benutzt und/oder gedemütigt zu werden. Ich liebe es, mein Umschnalldildo einzusetzen. Auch Zofenerziehung macht mir Spaß, denn ich mag es, wenn ich fürsorglich bedient und umhegt werde und alle anfallenden Arbeiten im Haus, die mir zuwider sind, von meiner Zofe hingebungsvoll erledigt werden.
Aber, um es nochmals deutlich zu machen, die Spaßkomponente ist mir wichtig. Ich habe kein Interesse daran, jemanden auszunutzen und rücksichtslos meine eigenen Belange zu befriedigen. Zum Glück gibt es ja viele Leute, deren Leidenschaft darin liegt, einer dominanten Frau zu dienen und sich in irgendeiner Weise nützlich zu machen wobei ich im Gegenzuge diesen Leuten die Möglichkeit biete, sich entsprechend der jeweiligen Neigung auszuleben.
Und hier spreche ich nicht nur als professionelle Domina, die ich zwar bin, aber auch gerade deswegen manchmal auf Ablehnung stoße, weil einige Leute sich einfach ein falsches Bild von mir machen und schlichtweg denken, ich mache das alles nur gegen Kohle.
Einerseits ist das zwar mein Hauptjob, von dem ich auch lebe (oder versuche, davon zu leben. Auch hierzu haben die meisten eine ganz falsche Vorstellung, wie toll man bzw. frau da verdienen kann, aber das gehört jetzt nicht hierher), andererseits habe ich auch privat meine dominanten und bizarren Neigungen, die ich mit einigen wenigen Gleichgesinnten dann auch ganz privat auslebe. Ich lebe zwar nicht in einer festen Partnerschaft mit einer Transe oder TV, kenne aber einige außergewöhnliche Menschen, zu denen ich eine tiefergehende Beziehung pflege.
Dazu gehört u. a. meine liebe TV-Zofe Yasmin, mit der ich zusammen bei Carola´s Treff aufgetaucht bin und Kontakt zu Euch gefunden habe, den ich übrigens sehr schätze.
Im Umgang mit Yasmin beispielsweise kommt auch meine soziale Ader zum Tragen, die ich nicht verleugnen will (auch wenn das jetzt meinem Ruf als böse und strenge Domina schadet). Gerne spreche ich mit ihr über typische Frauenthemen und stehe mit Rat und Tat zur Seite und versuche, ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Ich denke, dass ich ihr hier und da eine Hilfe sein kann, wenn es darum geht, mit ihrer Neigung klar zu kommen und motiviere sie, diese auch konsequenter auszuleben.
Sie ist ja damit bekanntlich kein Einzelfall und immer wieder werde ich von verschiedenen Leuten gefragt, ob diese Neigung nicht krank oder lächerlich ist.
Dazu sage ich dann zunächst, dass nur die Neigung, die unterdrückt und verdrängt wird, krank macht. Und was soll daran falsch sein, Dinge zu tun, die einem Spaß machen und niemand anderem schaden und bestenfalls den Spaß auch mit Gleichgesinnten zu teilen?
Natürlich gibt es auch die intoleranten "Stinos", die nicht anders können, als einem blöde Bemerkungen hinterher zu rufen. Aber das passiert nicht nur Euch, sondern auch mir und jedem, der nur irgendwie anders ist. Teilweise hat das gewiss auch mit Neid zu tun, wenn solche Menschen feststellen, dass andere sich was trauen und somit ihr Leben aufwerten und interessanter gestalten.
Eure Neigung (und jede außergewöhnliche "gesunde" Neigung, s. o.) sollte also nicht als Problem betrachtet werden, sondern als Bereicherung und eine Eigenschaft, die Euch für mich und viele andere Frauen, die ich kenne, besonders interessant macht.
Soviel von meiner Seite und ich bin gespannt auf die anderen Reaktionen.
Silvia
Karin
Eine Bio-Frau hat mir kürzlich zu dem Thema etwas gesagt, was mir zu denken gegeben hat. Die meinte, es wäre für viele Frauen eine Herausforderung, aus so einem Typen doch den Mann rauszuholen. Mit anderen Worten: "Ich bin so eine tolle Frau, dass selbst so einer auf mich anspringt". Wir sind dann eine Art Statussymbol für die Frau, wie etwa ein bekehrter Schwuler ("Der muss bloß die richtige Frau kennen lernen, dann ..."). Ich sag nicht, dass das (immer) so ist, aber es hat mir zu denken gegeben.
Liebe Grüße aus München
Karin
Guten Abend die Damen und die Herren,
obwohl ich im Moment kaum Wichtiges mitzuteilen habe, möchte ich mich wenigstens bei Euch melden.
Das Wochenende ist für mich eher ruhig verlaufen, ich war ausschließlich als Mann verkleidet unterwegs, aber doch mit einigen von den TransSisters zusammen. Ich denke, das ist OK, denn der Grundsatz, jeder wie er (sie) gerade mag wird ja in unseren Kreisen eigentlich vorbehaltlos anerkannt.
Aber wir haben heute die ersten Schritte zur Umgestaltung unsrer Homepage getan und ich bin sehr dankbar für die Alices aktive Hilfe. Inzwischen stellen sich auch wieder einige andere TransSisters auf unserer Seite vor und andere (wenn ich dann die Zeit habe) werden in den nächsten Tagen noch dazu kommen. Ich kann Euch alle nur ermutigen, die Gelegenheit für eine persönliche Vorstellung zu nutzen – darüber hinaus sind auch noch reichlich E-Mail- Adressen unter dem Namen TransSisters.de zu vergeben. Zudem ist nun endlich das Forum eingerichtet, Ihr könnt darin Eure Meinung sagen oder ein neues Thema eröffnen. Schaut also mal rein unter www.TransSisters.de und entschuldigt das momentane Durcheinander, die Umbauarbeiten werden sicher noch einige Zeit dauern.
Bei den Gesprächen am Wochenende hat sich, für mich nicht überraschend, herausgestellt, dass das kurzeitige oder auch anhaltende Eintauchen in die SM-Szene für einige von uns recht interessant ist. In diesem Zusammenhang möchte ich darauf verweisen, dass Ihr einige von uns am kommenden Samstag im „Hangar 98 / Rotor“ in der Dircksenstrasse 98/100 bei der „Ouvertüre der Lust“, eine SM Fetisch – und Erotikparty ab 22:00 Uhr antreffen könnt. Geboten wird eine Fetisch-Modenschau und eine SM- Performance. Bedingung ist ein Erotik- oder SM- Outfit und 25 DM Eintritt. Soviel also zum Tipp der nächsten Woche, nähere Informationen erhaltet Ihr über die einschlägige Presse (Siegessäule etc.). Weitere Veranstaltungsinformationen könnt Ihr, wie gewohnt auf unserer Terminseite nachlesen.
Mit dem Versprechen, in der nächsten Woche wieder ausführlicher zu schreiben, wünsche ich Euch allen eine angenehme Woche.
Viele liebe Grüße
Sabine
