Wochenmail vom 03.09.2000

Guten Tag liebe Freundinnen und Freunde,

an manchen Wochenenden passiert überhaupt nichts und dann ist wieder eine Zeit, in der Eindrücke für einen ganzen Monat entstehen. Wenn ich in den letzten Wochen nicht so unbedingt meine Fummel austragen wollte, hab ich mich an diesem Wochenende mal wider so richtig ausleben könne. Und auch die Mischung hat gestimmt.
Am Freitag Abendessen und quatschen mit Freundinnen im Gartenlokal - das Wetter war ja noch schön. Wir waren zu sechst, immer Partnerin und Partner(in), eben eine ausgemachte Damenrunde in einem stinknormalen Restaurant. Sicher, unsere Umwelt hat schon registriert, dass da nicht nur leibliche Frauen sitzen, doch diese Umwelt war ausgesprochen normal und wenn es zu einem Blickkontakt kam ausgesprochen freundlich. Ich hab mich wohl gefühlt. Ja, das ist genau meine Vorstellung vom Transensein. Ich kleide mich ganz nach meinen inneren Bedürfnissen und die Welt hat kein Problem damit. Ich glaube ohnehin, und hatte das ja schon zu anderer Gelegenheit gesagt, dass der größte Teil der all bekannten Ängste meinem eigenen Geist entspringen. Immer wenn ich mich selbstbewusst und selbstverständlich bewegt und verhalten habe, hatte die Umwelt kein Problem mit mir. Unsicherheit und Angst haben einen Geruch, den man zwar nicht riecht aber genau wie mit der Nase spürt und empfindet. Es ist eine kaum sichtbare Ausstrahlung, die dem Gegenüber Sicherheit oder Unsicherheit und umgekehrt Sympathie, Gleichgültigkeit oder Ablehnung vermittelt.
Wie auch immer, Ablehnung hab ich nicht gespürt.
Und genau das gleiche Phänomen wirkte am Tag darauf beim Einkauf eines geeigneten Kleides für die Sommerparty. Und das nicht einmal im Fummel, sondern als ganz normaler Mann. Schon vor Tagen hatte ich im Schaufenster eines Geschäftes in der Nähe ein tolles Spitzenkleid gesehen, das zudem noch ein preisgesenktes Überbleibsel aus dem Sommerschlussverkauf war. Nun ist das mit meinem Kleidergeschmack so eine Sache. Sicher, ich habe schon meine Vorstellungen, aber ob diese Vorstellungen auch wirklich zu meinem Typ passen entzieht sich gelegentlich meinem Urteilsvermögen. Also habe ich meine liebe Freundin Yvonne überredet, mit mir das Kleid ansehen und einkaufen zu gehen. Wir hatten das schon vor einigen Wochen zu anderer Gelegenheit getan und dort ohne Hemmungen nach meiner Konfektionsgröße (leider lauter Vieren) gefragt. Das war der Verkäuferin zunächst schnuppe, sie war aber doch verwundert, als wir uns entschieden haben das Kostüm anzuprobieren, weil sie Yvonne berechtigt eine in wesentlich kleinere Konfektionsgröße einordnete. "Nö" hab ich gesagt, „das Kostüm ist ja auch für mich“ und bin in die Umkleidekabine abgeschoben. Die Verkäuferin hat schallend gelacht, aber mich nicht ausgelacht und sich (wieder beruhigt) artig erkundigt, ob mir die Sachen denn passen.
Ja, und genau das gleiche lief gestern in besagtem Geschäft ab. Nur mit dem Unterschied, dass wir gleich klargestellt haben, dass das Kleid für mich sein sollte. Und damit waren die Fronten klar. Ich will es kurz machen, das Spitzenkleid war es dann leider nicht, beide Frauen (die zu mir gehörende und auch die Verkäuferin) haben mir abgeraten. Doch ich hab noch wenigstens 5 andere Kleider anprobiert dann das mit der größten allgemeinen Anerkennung gewählt. Lasst Euch also am 16. von einer gut gestylten Sabine überraschen.
Wenn man bedenkt, dass Kleider ja eigentlich für die weibliche Anatomie geschneidert werden, ich zudem 186 Zentimeter Höhe messe (ohne Pumps) und noch immer einen kleinen Bauch habe, dann bin ich wirklich erstaunt, dass es so viele passende Kleider für mich gibt. Also meine Herren! Wer in angenehmer Atmosphäre in Ruhe und Gediegenheit einen Fummel auswählen und auch anprobieren will und dazu noch auf das Geld achten muss, dem empfehle ich "Magic City Market" in der Wilmersdorfer Straße 80, Ecke Sybelstraße (ganz in der Nähe Adenauer Platz). Wir werden die Adresse, den Namen meiner bevorzugten Verkäuferin und die günstigsten Einkaufszeiten demnächst auch auf unserer HP veröffentlichen. Ein Besuch der sich lohnt!
Ein Erlebnis der ganz anderen Art war dann gestern Abend der Wigstöckel 2000 im BKA Luftschloss. Die Atmosphäre war unbeschreiblich! Noch nie hab ich so viele Verdrehungen der alt hergebrachten Kleiderordnung (männlich, weiblich), angeklebte oder angemalte Bärte und falsche Busen auf einem Haufen gesehen. Höhepunkt war ohne Zweifel die Aufführung eines Stücks in dem es um ein Casting für die Neuinszenierung des Nibelungenliedes ging. Die Geschichte ist ja allgemein bekannt, die Besonderheit bestand jedoch darin, dass alle Rollen mit Transgender besetzt werden sollten. Ich hatte viel Spaß an der Aufführung und mich, zumindest in den ersten 90 Minuten, prächtig amüsiert. Eine tolle Leistung mit viel Witz und allerhand solider künstlerischer Arbeit.
Nun weiß ja jede(r), dass sich der alte Wagner ausführlich mit diesem Thema auseinander gesetzt hat und die Nibelungensage wohl insgesamt mit 14 Stunden Spielzeit inszeniert wird. Ich hatte den Eindruck, die „Wickstöcklerinnen“ wollten diesen Rekord überbieten und hab's dann in der Tat nach zwei Stunden nicht mehr ausgehalten. Der Rest des Volkes sah nach reichlich drei Stunden geduldigen Amüsierens auch nicht gerade erfrischt aus, hat sich aber bei heißen Discoklängen schnell erholt. Schade eigentlich, manchmal ist eben weniger auch mehr.
Dennoch, der Abend war jeden Pfennig des opulenten Eintrittspreises wert. Im nächsten Jahr bin ich sicher wieder dabei, dann aber mit einem bequemeren Mieder und einem Sitzkissen bewaffnet. Die kriegen mich nicht noch mal klein!
Wir haben natürlich die Gelegenheit genutzt, weiter für unsere Sommerparty zu werben. Und klar ist, Dank Christa, auch inzwischen, dass Tony Gäbler (der Tony!) den künstlerischen Part übernehmen wird. Alle wichtigen Dinge sind vorbereitet, unser Partyteam arbeitet hervorragend.
Doch die Kultur hat an diesem Wochenende noch immer kein Ende. Eine liebe Freundin hat mich mit ein par Karten für die heutige Show von Nina Hagen überrascht. Das lass ich mir denn doch nicht entgehen. Ich kenne noch die "junge" Nina Hagen ("Du hast den Farbfilm vergessen") und war damals von ihrer gewaltigen Stimme wirklich beeindruckt. Dann war ich einfach froh, dass ich mir den Quatsch, den sie pausenlos verzapfte, nicht antun musste und hoffe, dass ich heute eine ausgewogene Nina Hagen erlebe. Auf jeden Fall bin ich neugierig. Jede(r) hat bei mir eine zweite Chance. Ich hoffe, sie nutzt sie, befürchte allerdings, dass sie sich um meine Ansichten und Ambitionen nicht schert. Wir werden sehen und ich werde vielleicht auch darüber berichten.
So, liebe Gemeinde, das soll es denn auch gewesen sein. Weil technisch noch immer etwas eingeschränkt, erscheint die Wochenmail seit der vergangenen Woche nicht online auf unserer HP und im Archiv. Ich bin aber guter Dinge, dass sich diese Probleme in den nächsten Tagen lösen. Doch einen Weg Euch zu schreiben und ein wenig zu plauschen hab ich noch immer gefunden und ich hoffe Ihr bleibt mir treu.

Viele liebe Grüße
Sabine

Wochenmail vom 10.09.2000

Guten Tag die Damen und die Herren,

Sonntag Nachmittag, die Zeit eine kleine Mail zu schreiben. Und ich bin dankbar, dass dieser feste Termin besteht, weil zurzeit mit einer wenig erquicklichen anderen Aufgabe beschäftigt. Da ist jede wirklich wichtige Ablenkung wie eine Erlösung. dennoch, ich werd mich wohl vergleichsweise kurz fassen müssen, denn der Termin für diese Arbeit ist längst überfällig und kann wohl auch nicht mehr so häufig verlängert werden.
Nachzutragen aus der vergangenen Woche gibt es wohl noch den eher zufälligen Besuch bei Nina Hagen. Ich würde mich ja nicht darüber auslassen, wenn nicht der Untertitel mit "Nina Hagens TV Show inkl. Film: Um Gottes Willen" auf der Eintrittskarte gestanden hätte. TV kann ja auch die ausländische Abkürzung für Fernsehen heißen, doch eine liebe Freundin hat mich aufgeklärt, nein gemeint waren Transvestiten. Eine solche TV-Show? da sollte man (frau) doch mal genauer hinschauen. Doch zunächst stellte Nina ihren ersten (und ich hoffe einzigen und letzten) selbst produzierten "Dokumentarfilm" mit eben oben genanntem Titel vor. Der Film (Dauer eine Stunde) zeigte Ninas Aufenthalte in Indien und dort bei ihren religiösen Führern und Vätern. Gezeigt wurde Nina beim beten, Nina beim rasieren der Kopfhaare, Nina mit Kindern, Nina mit ihren religiösen Vorbildern und Nina und Nina und Nina. Hab ich was vergessen? Ach ja, Nina Hagen wurde auch gezeigt. Dazu hat sie selbst Kommentare gesprochen, die sich zu 90 Prozent auf das Verlesen der Lebens- und Religionsweisheiten ihrer neuen geistigen Väter beschränkten. Tolle Sprüche! Und gleich so viele davon, dass man am Ende des Satzes nicht mehr genau wusste, wie er eigentlich angefangen hat. Genug davon! Ich glaube kaum, dass sie als Filmemacherin in die Geschichte eingehen wird.
Doch dann begann die TV-Show. Auf die Bühne kamen Damen, die wir schon am Vorabend beim Wigstöckel eben dort gesehen haben. Und das war's dann auch schon. Die Mädels haben einfach nur rumgestanden. Eine davon gelegentlich eine Bemerkung gemacht und eine andere hat vergeblich versucht, eine 10-zeiliges Bibelzitat flüssig vorzulesen. Irgendwie fällt mir in diesem Zusammenhang immer eine Formulierung der Berliner Organisatorinnen des Wigstöckels ein, die davon sprachen, dass sie es leid waren auf Partys und Veranstaltungen immer nur das "Erfrischungsstäbchen" zu sein und daher ein eigenes Event gestalten wollten.
Dem Wigstöckel ist das wahrlich gelungen! Doch einige Akteure waren dann gleich am nächsten Abend eben genau das, ein Erfrischungsstäbchen, mit recht fadem Geschmack dazu. Ich gebe zu, ich kann nicht die ganze Veranstaltung beurteilen, denn wir sind nach reichlich drei Stunden Programm (Nina hatte inzwischen immerhin schon drei Mal selbst gesungen!) dann doch lieben ins Bett gegangen. Die letzte Stunde hätte ich einfach nicht mehr ertragen. Der Veranstaltung mangelte es insgesamt an der nötigen Professionalität. Schade eigentlich. Also, man muss Nina Hagen schon wirklich und bedingungslos mögen und dazu wirklich nichts besseres zu tun haben um einen solchen Abend bis zu Ende durchzustehen. Das war bei mir nicht der Fall.
Weil wir gerade beim Thema Professionalität sind. Was bei der ersten Party der TransSisters eben mal nur so gemacht wurde - man hat sich einfach getroffen und andere dazu ausdrücklich eingeladen, hat sich inzwischen zu einer straff organisierten Unternehmung gemausert, in die so allerhand unentgeltliche Stunden und so manche private Mark der an der Vorbereitung beteiligten eingeflossen sind. Gerade am vergangenen Freitag hat das "Partyteam" zum letzten Mal getagt und die letzten Aufgaben und Verantwortlichkeiten verteilt. Ich hab noch gar nicht nachgezählt, aber wenigstens 12 unserer Freundinnen sind aktiv an der Vorbereitung der Party am 16.9. beteiligt. Obwohl wir alle keine Profis sind und diese Vorbereitungen neben unserem eigentlichen Job erledigen, bin ich sicher, dass die Party ein Erfolg wird. Ich freue mich schon und mein neues Kleid hängt auch schon im Schrank.
Übrigens, Anna hat noch einmal die eventuell nötigen Umkleidemöglichkeiten für auswärtige Teilnehmer(innen) geprüft. Wer also aus irgendwelchen Gründen das Haus nicht im "Fummel" verlassen kann und keine andere Gelegenheit zum Umziehen hat, der kann das auch im Kaiserstein tun.
.... das heute selbst gesetzte Zeitlimit für die Wochenmail ist leider verstrichen, ich muss mich wieder ans Geldverdienen machen und meine lange verschobene und viel zu spät begonnene Arbeit beenden. Dann hab ich auch den Kopf wider frei und kann noch letzte Hand an die Partyvorbereitung legen.
Ich hoffe doch, dass ich möglichst viele von Euch am kommenden Samstag dort treffe und wir dann auch mal persönlich ins Gespräch kommen.

Seid also ganz lieb gegrüßt
Sabine

Wochenmail vom 17.09. 2000

Guten Tag liebe Freundinnen und Freunde,

... da gab es ja allerhand Aufregung in der vergangenen Woche. Die Wochenmail war nicht wirklich verschwunden, es waren zum Schluss Zitat: "massive Hardwareprobleme" bei Ecircle, die die Versendung um fast 24 Stunden verzögert haben. Nun ja, was Hardwareprobleme sind, weiß ich inzwischen ja auch und habe dafür Verständnis.
Heute ist der Tag eins nach der so häufig hier besprochenen Sommerparty der TransSisters. Und, wie war’s? Diejenigen, die da waren, konnten sich eine eigene Meinung bilden. Nun, um nachhaltig in die Analen der Berliner Transenszene einzugehen, werden sicher noch einige Partys folgen müssen. Aber das hatten wir auch nicht unbedingt bezweckt. Ich denke, es war (wie auch die Partys zuvor) eine Transgenderparty der anderen Art, wie sie es eben nur hier bei den TransSisters gibt. Wenig schrill und viel Normalität. Gestern hatten sich Menschen getroffen, die, durch ihre besondere Begabung geeint, einfach nur eine Party feiern wollten. Nichts Überdrehtes und keine endlose Thematisierung der allbekannten Konflikte. Wo ich auch hingehört habe, die Masse hat sich wohl gefühlt und prächtig amüsiert. Zum Schluss hat die Mischung es gemacht. Eine Mischung aus gut funktionierendem Service im Kaiserstein, vielen interessanten Gesprächen, einem hochklassigem Showteil und gut tanzbarer Musik. Verantwortlich für diese Mischung waren die, die sich hier in Berlin "Die TransSisters" nennen. Ganz besonders sind hier unsere Freundinnen Andrea, Anna, Tina, Silvia und Regina zu nennen. Doch nicht zu vergessen sind auch die hier nicht genannten Schwestern, die im Vorfeld mit Rat und Tat die ganze Angelegenheit aktiv vorbereitet haben. Zum Schluss noch einen ausdrücklichen Dank an unsere Sponsoren Christa Lilith Vogel (selbst eine TransSister) und Samanta Moden, deren Unterstützung das finanzielle Risiko kalkulierbar und damit auch die 10 Mark Kostenbeitrag für jeden Besucher erträglich machte.
Viele neue Gesichter hab ich auf der Party gesehen und Leute getroffen, die ich schon an anderer Stelle gesehen habe aber noch nicht sprechen konnte. Die am weitesten gereiste Schwester kam wohl aus der Schweiz (leider nicht GWHF), aber auch von Hannover, Halle (?) und Hamburg hat "frau" sich auf den Weg nach Berlin gemacht. Natürlich gab es nach der Party auch noch eine kleine "Nachlese", wie gewohnt im Knemo. Es bestand Einigkeit, die Party war ein Erfolg. Dennoch, es gab auch wichtige kritische Anmerkungen. Das ist gut so, denn die nächste Party kommt bestimmt, da werden wir sicher noch etwas umsichtiger handeln. So, genug der allgemeinen persönlichen Einschätzung.
Ich selbst habe an diesem Abend mein neues Abendkleid ausgetragen. Nun ein neuer Fummel, das ist in gewissen Zeitabständen sicher nichts ungewöhnliches. Nicht alltäglich für mich war allerdings, dass ich mich darin vom ersten Augenblick an körperlich ausgesprochen wohl gefühlt habe. Inhalt und Form waren für mich in dieser Nacht voll stimmig. Eine Erfahrung, die ich so intensiv und bewusst noch nicht wahrgenommen habe. Andrea hat zu diesem Thema einen guten Vergleich gezogen. "Das ist, wie die Rückkehr aus einem kalten Wintertag in eine dicke Wolldecke und eine Tasse heißer Kakao in der Hand". Genau so! Eine unzerstörbare Haut über der Haut, die viel wohlbefinden und innere Wärme erzeugt. Nur, dass ich einen Whisky dem Kakao vorziehen würde. Mein Selbstbewusstsein war fast grenzenlos. Ich hab die Nacht mit einem kleinen Spaziergang durch die Berliner City beendet. Und das ohne jede Pöbelei, die Blicke der Passanten oder das bekannte belustigte Gekicher. Auch hier war es die Mischung. Gesundes Selbstbewusstsein und eben perfektes Outfit. An diesem Spaziergang hat nicht nur die frische Morgenluft gut getan. Ihr wisst sicher, was ich meine.
Diesen folgenden Schlussabsatz habe ich nun schon zum dritten mal begonnen und dann doch immer wieder gelöscht. Seit mehr als einem Jahr habt Ihr Einblick in die alltäglichen Geschehnisse und manchmal sehr persönlichen Gedanken der "Transe" Sabine, einem Kerl, der gern Frauensachen trägt. 59 Empfänger hat diese Wochenmail inzwischen und richtet sich zu größten Teil an Menschen, die ich nicht persönlich kenne. Das hat natürlich auch einige inhaltliche Konsequenzen - gewollt oder nicht. So manches mal, habe ich schon gedacht: "Kannst du dich in diesem Forum so weit öffnen?" und gelegentlich auch Gedanken und Gefühle sortiert in solche, die ich preisgebe und solche, die nun wirklich nichts mit der Transe Sabine zu tun haben. Für mich waren die wöchentlichen Mails immer auch ein Stück Selbstbewältigung und Motivation. Ich habe mir also regelmäßig die Zeit genommen einen bestimmten Problemkreis zu durchdenken und mit dem Aufschreiben weitgehend zu beenden. Doch Sabine oder auch Bernd ist eine komplexe Person. Andere, sehr persönliche Dinge und Probleme habe ich auf diese Weise häufig vor mir hergeschoben. Es ist für mich an der Zeit, mich jetzt darum zu kümmern. Ich habe mich daher entschlossen, mit der Wochenmail für ein oder zwei Wochen auszusetzen und mich einfach mal ganz privat zurückzuziehen. Ich hoffe, dass ich auf diese Weise den Kopf frei bekomme für Dinge, die längst sortiert gehören, sei es nun die Familie, Freunde, die ich lange vernachlässigt habe oder eben die Dinge, über die ich hier nicht reden will und kann.
Keine Angst, so riesig sind die Probleme nicht und die Dramen diese Lebens habe ich zum größten Teil alle schon durchlebt (denke ich jedenfalls). Ich will hier nur eine ehrliche und plausible Erklärung geben, warum ich wohl für einige Zeit schweigen werde. Und dass ich wieder komme ist gewiss.
Das Leben bei den TransSisters geht natürlich weiter. Es folgen einige eher private Partys und natürlich weitere Aktivitäten, die Ihr auf unserer HP nachlesen könnt. Ich will zudem sehen, dass ich noch heute einige erste Bilder von der Sommerparty ins Netz stellen kann. Weitere werden sicher folgen.

Ich wünsche Euch allen (genau wie mir) nachdenkliche und erfolgreiche Tage.
Viele liebe Grüße
Sabine