Hallo,

Anfang Oktober 2001 war es, zwei wichtige Ereignisse durften mein weiteres Leben entscheidend beeinflussen: Mein Alter Ego „Reneé“ konnte aufgrund eines sehr langen Erkenntnisprozesses und mit dem Segen meiner Partnerin (und jetzt Ehefrau) in das reale und öffentliche Leben „geboren“ werden und ich lernte die TransSisters kennen.

 

Seit dieser Zeit besuche ich zusammen mit meiner Frau die Monatstreffen der TransSisters fast regelmäßig, wie es unsere Freizeitplanung und andere objektive Einflüsse halt zulassen.
Wir sind als „feminines Paar“ sehr vielen Gästen unserer Monatstreffen bekannt und die wenigen Male, die ich ohne sie erschienen bin, wurde sich sofort nach ihrem Befinden erkundigt.

Ich selbst sehe mich als „Teilzeit“-Transvestit und das aus mehreren Gründen:

  • ich habe überhaupt kein Problem damit „Mann“ zu sein, ich bin es gern und bisweilen genieße ich es sogar,
  • genauso sehr genieße ich es Reneé zu sein da ich gemerkt habe, daß sie ein untrennbarer Teil von mir ist, der mein Leben nicht (mehr) belastet sondern um so viel Schönes bereichert,
  • ich habe während meiner gesamten Entwicklung nie das Gefühl eines Leidensdruckes verspürt, trotz des Zwiespaltes zwischen Realität und Empfindungswelt,
  • die Entscheidung ob und wie Reneé „aus dem Schrank raus darf“, treffe ich mit meiner Frau gemeinsam, da sie meine wichtigste aber auch liebste Beraterin in Bezug auf Reneés gesamtes Erscheinungsbild ist. Ich nehme auch darauf Rücksicht, wie meine Frau zusammen mit Reneé von anderen Mitmenschen wahr genommen wird,  und wie sich die „Existenz“ von Reneé auf das Gefühlsleben meiner Frau auswirkt (zu viel Reneé nervt!!!), da ich der Überzeugung bin, dass Rücksichtnahme und Kompromissfähigkeit sehr wichtige Bestandteile einer Partnerschaft/Ehe sind.

Wenn dann aber Reneé aus dem Schrank raus darf, habe ich eine sehr konkrete Vorstellung von Reneés Erscheinungsbild!!! Sehr betont feminin, aber auf gar keinen Fall „Showtime“!!!
Reneé ist ja kein „pubertierendes Küken“ mehr, dem man „jede auszuprobierende Mode- oder Make-up-Entgleisung“ auf Grund ihres „zarten“ Alters (das sich selbst mit dem größten Schminktalent nicht mehr wegspachteln lässt) verzeiht, sondern eine „frauliche Erscheinung mittleren Alters“ mit dem Hang zum „Damenhaften“!

 

Da ja Geschmack sehr subjektiv ist (sowohl der gute als auch der schlechte), sind meine wichtigsten Helfer für ein gutes Erscheinungsbild von Reneé, wie schon erwähnt, der Rat meiner Frau und meine eigenen Wahrnehmungen meines „weiblichen Umfeldes“ (sowohl des „echten“ als auch des „angenommenen“) und diese Grundeinstellung zu diesem Thema habe ich für mich in mein Motto geprägt:
AUFFÄLLIG UNAUFFÄLLIG!

Ich möchte ja nicht als Karikatur einer Frau in der Öffentlichkeit wahr genommen werden (womit ALLEN Transgendern ein Bärendienst erwiesen wäre, mal-drüber-nachdenk!!! ) sondern „so wie Reneé eben ist, eben wie Frau“!

Übrigens: das Häkchen über dem zweiten „e“ ist bei meinem Namen „Reneé“ genau da, wo es sein soll, also KEIN Schreibfehler, sondern über dem ersten „e“- ergo: „Renée“- ist im französischen Namensgebrauch die „rein weibliche“ Form...

 

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