Wochenmails 2001

Guten Tag liebe Freundinnen und Freunde,

eigentlich sollte ich ja im Bett liegen um das Schlafmanko der vergangenen Nacht auszugleichen und noch dazu das üppige Mittagessen von Mutti zu verdauen. Doch schlafen kann ich nicht, zu viele Gedanken schwirren durch meinen Kopf. Ich habe zudem eine ausgesprochen ruhige Woche hinter mir, hab nur wenig, aber dafür ausgesprochen effektiv gearbeitet, viel geschlafen und vielmehr gefaulenzt. Ich tu mal einfach so, als sei ich nicht müde.
TransSisterlich ist eigentlich bei mir in den vergangenen Tagen wenig passiert ich habe mich mehr um mein eigenes Ding gekümmert. Via Internet und lebhafte Reaktion auf meine Wochenmails habe ich Sophya kennen gelernt, eine Transgender, die in einem der wohl angesagtesten SM Clubs Berlins den Tresen schmeißt. Hin und her, ich habe mich entschlossen, sie dort zu einem Schwätzchen zu besuchen und diesen Vorwand genutzt, mich selbst ein wenig mehr zu ergründen. Doch ganz von vorn:
Für derartige Ausflüge habe ich mir schon vor einiger Zeit einen (für meine Verhältnisse) recht scharfen Lackfummel zugelegt. Die Anprobe am späten Nachmittag geriet für mich zu einer ernsten Existenzkrise. Wo kommt den der Bauch auf einmal her? Sicher, ein Lackkleid kann straff sitzend ganz gut aussehen, doch ich fühlte mich zunächst wie eine Presswurst. Mein im Zuge höchster Eitelkeit angeschafftes Korsett hätte zwar Abhilfe geschaffen, aber es hätte mich genauso sicher umgebracht. Nun ja mit Hilfe zweier lieben Freundinnen, die sich eben mal noch angesagt haben, und einiger keinen Tricks konnte dann doch noch Abhilfe geschaffen werden. Wie relativ doch der Begriff "scharf" sein kann hat meine liebe Freundin T. mit ihren wundervoll einfühlsamen Bemerkungen deutlich gemacht. "Du siehst ganz schön brav aus" sprach sie, zuppelte an Ihrem Lederröckchen von vielleicht 25 Zentimeter Länge und zeigte dabei Beine bis zum Hals. "Dein Oma-Outfit (hier sinngemäß zitiert) steht dir eigentlich besser", zog sie Resümee über meine verzweifelten Vorbereitungen für einen aufregenden Abend. Der Abend fing schon, ob meiner körperlichen Besonderheiten, nicht gut an und nun auch noch das! Aber wie gesagt, ich war dann doch noch ganz ansehnlich und wenn schon nicht "scharf", so habe ich mich doch ganz wohl gefühlt.
Nach einem angenehmen Abendessen mit viel Spaß sind wir dann zu später Stunde im "Katharsis" eingefallen und meine beiden Begleiterinnen sind dann auch nach einiger Zeit zur nächsten Party weitergezogen. Mir hat die Atmosphäre dort vom ersten Augenblick an gefallen. Wie die regelmäßigen Leser dieser Mail sicher wissen, sind wir gelegentlich an solchen Orten auch im größeren Kreis unterwegs, sei es nun im Kit Kat oder zu irgendwelchen Events mit mehr oder weniger SM-Charakter, doch wirkliches Flair hatte ich bisher nicht empfunden. Und es macht schon einen Unterschied, ob man (frau) einfach mal nur eintauchen und gucken, oder sich ernsthaft interessiert vielleicht sogar einlassen will. Letzteres hat für mich mit ganz persönlicher Sexualität zu tun. Aus diesem Grunde möchte ich den weiteren Verlauf der Nacht auch nicht unbedingt vertiefen.
Ich habe in dieser Nacht mit vielen Leuten gesprochen und einige ganz gut kennen gelernt. Auffällig für mich, dass darunter ein ganzer Teil Transgender waren, zumindest anteilig mehr als man sie an anderen Orten antrifft. Woran mag das liegen? Sicher, ein Teil der Damen war dort beschäftigt, doch interessant ist diese Frage schon für mich.
Ein nicht unerheblicher Teil der mir bekannten Transgender lebt eine sexuelle Identität, die nur bedingt in das allgemeingültige bürgerliche Weltbild zu passen scheint. Nicht von ungefähr kommt es zu der weit verbreiteten Meinung, alle Transgender seien Homosexuell. Viele "endlich-Frauen" lieben eine "schon- geborene-Frau".
Vor einiger Zeit wurde ich von einer lieben Freundin auf einen Beitrag im Forum von www.en-femme.de aufmerksam gemacht. Emanuelle, seit gut 15 Jahren Transvestit, offensichtlich gut verheiratet, stellt die Frage, wie sie denn mit ihren Wünschen nach körperlicher Nähe zu einem Mann umgehen soll. Ich habe damals geantwortet und finde diese Gedanken passen ganz gut hier her:
"Ich habe mich in den letzten Jahren ein wenig in der Transgendergemeinde getummelt und dabei festgestellt, dass kein Transgender in seinem inneren Ansatz und seinen Bedürfnissen dem anderen gleicht. Trotz aller ähnlichen Werdegänge und Interessen wird jeder von uns durch eine ganz persönliche Motivation getrieben, so, wie du und ich. Darunter sind auch ganz spezifische sexuelle Interessen, die sich übrigens nach meiner Meinung nicht von denen aller anderen Menschen unterscheiden. Nur für uns gilt, dass wir allein durch die Tatsache, dass wir unserem Wunsch nach unserer speziellen Lebensweise nachgeben, etwas tiefer und differenzierter in uns selbst hinein schauen. Wir leben und entdecken Eigenschaften an uns, die der Masse der "normalen" Menschen wohl für immer verborgen bleibt. Nun fehlt denen nicht etwa etwas, sie sind halt nur nicht in dieser Form so reich an sehr persönlichen Erfahrungen und Gefühlen. Ich kenne einige Transvestiten (oder meinetwegen auch nur Damenwäscheträger), die mit ihrer äußeren Verwandlung auch scheinbar ihre Verhaltensweisen ändern. Wir alle leben in solchen Situationen ein ganz persönliches Menschenbild, sind wenn Du so willst, der Mensch der wir gern wären. Ich denke, dass sich in solchen Situationen unser wirkliches Wesen äußert. Dazu gehören nach meiner Ansicht auch die bekannten Spielarten der Sexualität. Warum also soll sich ein Transgender nicht gelegentlich auch nach körperlicher Liebe mit einem Mann sehnen, wenn genau das zu seinem Wesen gehört? Wirklich interessant wird die Sache ohnehin erst, wenn man (frau) dann auch tut, was sie gerade will. Meine Oma hat häufig gesagt: "Du kommst immer klüger raus, als Du rein gehst!" Macht der Sex mit einem Mann also Spaß, bist Du Deiner eigenen Verwirklichung wieder etwas näher gekommen. Macht es keinen Spaß, dann bist Du den Traum los oder träumst ihn auf andere Weise neu, gehst wieder rein und kommst klüger raus. Genau das ist es, was viele von uns treibt und nicht nur uns   “
Ich finde schon, dass vor allem dieser eigene differenzierte und feinfühlige Blick in unser eigenes Wesen eine Bereicherung darstellt. In soweit hat unsere Freundin Anna wohl recht, wenn sie nicht nur von einer besonderen Eigenschaft der Transgender spricht, sondern von einer „Begabung“. Wir haben damit die notwendige Offenheit für Neues und Unentdecktes, auch auf sexuellem Gebiet. Transgender haben sich auf die Suche nach ihrem Ich begeben. Alle sind in irgendeiner Weise auf der Suche nach Irgendwas und nur, wer für einen Irrtum bereit ist, wird auch wirklich finden.
Ich wünsche Euch allen also eine aufregende Suche und natürlich auch, dass Ihr findet wonach Ihr sucht. Gut ist auch, wenn Ihr etwas findet, wonach Ihr nicht unbedingt gesucht habt, wenn es Euch denn gefällt. Die Träume und Ziele sind wichtig, denn sie setzen uns in Bewegung – mir macht das eine Menge Spaß.

Viele liebe Grüße
Sabine B.

Guten Tag liebe Freundinnen und Freunde,

selten habe ich so viele „gute“ Ratschläge und Empfehlungen für den Inhalt meiner „nächsten Mail“ erhalten, wie in den letzten Tagen. Die Palette reicht von „das solltest Du unbedingt schreiben“ über „wenn du darüber schreibst bedenke bitte“ bis hin zum wohl frommen Wunsch „mach ne schöne Mail“.
Von einer Transgender-Schwester wurde ich gestern Abend als die „weit bekannte Sabine“ angesprochen und gesprächshalber bemerkte sie „da hast du ja morgen wieder was zu berichten“. Schön, diese Anteilnahme an dieser kleinen Mail, zeigt sie doch, dass diese Zeilen gelesen werden und so manche sich die Frage stellt, wie ich das eine oder andere Ereignis reflektiere.
Es gibt also eine gewisse Erwartungshaltung. Das ist verständlich, an so manche regelmäßige Post gehe ich genau so ran. Doch bitte, lasst diese Erwartung nicht zum Druck werden. Ich kann und will nicht leisten, wofür eher ordentliche redaktionelle Arbeit und vielleicht auch die Berücksichtigung der vielfältigsten Interessenlagen nötig wäre. Ich bin in den letzten Jahren sehr nachdenklich geworden, nehme in den vielen interessanten Gesprächen, die ich führe häufig eher nebensächliche Gedanken auf und setze mich selbst dazu in Beziehung. Diese Mail ist dann ausschließlich meine persönliche Reflektion auf mein Dasein und auf meine Umwelt. Natürlich bin ich von Anbeginn aktiv bei den TransSisters engagiert und da dieses Umfeld mein Trans-Sein wesentlich prägt, erhaltet Ihr hier auch viele nützlich und aktuelle Informationen, doch immer und ausschließlich betrachtet durch die Brille von Sabine B. Was insgesamt so läuft, könnt Ihr als sachliche Information auf unserer HP viel einfacher und umfassender recherchieren. Sabines Wochenmail ist daraus nur ein kleiner unvollständiger, vor allem subjektiver Ausschnitt. Dennoch, ich freue ehrlich mich über jede Zuschrift und jeden Hinweis, doch bitte erwartet nicht zu viel von mir.
Die Vielzahl der gutgemeinten inhaltlichen Hinweise hat natürlich auch einen Grund, weil, an diesem Wochenende war mal wider richtig was los.
Am Freitag war es dann endlich so weit das erste „Monatstreffen“ (eigentlich lässt sich der Begriff Stammtisch besser händeln) der TransSisters in der „Kleinen Philharmonie“ in der Berliner Schaperstraße sorgte für die erste Überraschung. Mit gut 20 Teilnehmern, gleich beim ersten Termin, hatten auch die größten Optimisten nicht gerechnet. Und das waren für mich nicht nur bekannte Transgender und ihr Umfeld. Da saßen dann auch Leute am Tisch, die sich einfach mal schlau machen wollten, wer wir sind und eben Kontakt zu anderen Transgendern gesucht haben, Neueinsteiger und Wiedereinsteiger. Interessant für mich mein zeitweiliger Tisch- und Gesprächsnachbar, Kai (? – oh bin ich vergesslich geworden!), ein geborenes Mädchen und dort im Outfit eines gut situierten jungen Mannes.
Witzig dabei, Sabine B. hat sich mit Kai unter anderem über einschlägige Männermoden (so weit es so etwas überhaupt gibt) verständigt – zwei wirklich kompetente Gesprächspartner. Stellt Euch das mal vor! Jede und Jeder könnte sich kleiden, wie sie (er) mag. Die Kaufhäuser würden nicht mehr nach Damen und Herrenmode unterscheiden, sondern würden ihre Waren nur nach Größen und den unvermeidlichen anatomischen Besonderheiten (mit und ohne Busen, mit und ohne „Beule“ im Schritt) sortieren. Rechts geköpfte Hemden in der Größe 38 gäbe es in gleichgroßer Auswahl, wie Pumps in der Größe 43. Ein Traum? Sicher, doch es lohnt, ihn zu träumen und für einen winzigen Augenblick habe ich an diesem Abend fest daran geglaubt.
Und so war die Zeit, bis ungefähr Mitternacht, ausgefüllt mit den unterschiedlichsten Gesprächen. Wir haben alle diskutiert, gelacht und so manchen neuen Gedanken aufgenommen. Dazu wurde auch noch eine wichtige Entscheidung zu unserer diesjährigen Frühlingsparty gefällt, die ich hier natürlich nicht vorenthalten will, allein, weil ich mich schon auf das Ereignis freue und natürlich gespannt bin, ob es denn diesmal gelingt, alle Ideen wirklich umzusetzen. Doch ich bin optimistisch.
Es ist also beschlossene Sache: Die Frühlingsparty der TransSisters findet am 31.3.2001 ab 20:00 Uhr  im Restaurant "Zur Kneipe", Rankestr.8, 10789 Berlin, ganz in der Nähe Kurfürstendamm statt. Der genaue Ablauf steht  noch nicht fest, doch jede Menge Spaß und einige kleine Überraschungen sind schon mal sicher. Eingeladen sind alle Transgender jedweder Orientierung, sowie die Freundinnen und Freunde der TransSisters. Die Eintrittskarte kostet 10 DM und kann ab dem 1.3.2001 über Internet oder telefonisch unter 0160 - 5431403 (Nummer ist nicht immer besetzt aber mit AB) bestellt werden. Über diese Kontaktmöglichkeiten erhalten unsere auswärtigen Gäste auch Hinweise zu preiswerten und transfreundlichen Übernachtungsmöglichkeiten in Berlin. Und ich hoffe mal, dass ich selbst möglichst viele Leser meiner kleinen Mail persönlich begrüßen kann.
So war das erste Monatstreffen der TransSisters noch dazu eine gute Möglichkeit, sich mal einfach zu unterhalten, gemeinsame Pläne zu schmieden und sie dann auch gemeinsam umzusetzen. Eigentlich könnten wir nun alle zufrieden sein und uns auf den nächsten Termin am 23. Februar (übrigens am gleichen Ort) freuen. Doch ich weiß nicht recht. Viele von Euch kennen sicher die doch ziemlich zahlreichen Transgender – Stammtische landauf landab. So mancher dümpelt nach meiner Kenntnis einfach nur so dahin, der Teilnehmerkreis ist eher begrenzt und inhaltliche Zugewinne eher rar. Ich selbst bin ein leidenschaftlicher Befürworter (ah ja, Befürworterin) solcher Treffen, meine missionarischen Ambitionen sind ja nun wirklich nicht verkennbar, doch ich stelle mir die Frage, wie man (frau) solche Treffen auf Dauer wirklich interessant und abwechslungsreich gestalten kann. Vielleicht habe ich hier auch nur falsche Erwartungen oder verkompliziere Dinge, die man besser einfach laufen lassen sollte. Dennoch, ich werde den Gedanken nicht los. Hier also eine Bitte an Euch alle. Welche Erfahrungen habt Ihr mit derartigen „Stammtischen“? Was ist Euch bei solchen Treffen wichtig und was sollte unbedingt vermieden werden, damit diese Treffen dauerhaft interessant bleiben. Ich bitte Euch um eine rege Beteiligung an dieser Diskussion, denn letztlich können wir alle was daraus lernen. Natürlich könnt Ihr mir dazu (und auch zu anderen Themen) direkt schreiben oder einen Beitrag für alle Empfänger dieser Wochenmail formulieren, doch schöner wäre eine Diskussion im Forum auf der HP der TransSisters. Unsere HP wird immerhin rund 5.000 mal im Monat frequentiert und hat damit viel mehr Öffentlichkeit als diese Mail, die an gut 85 Empfänger geht. Ich werde gleich nachher einen entsprechenden einleitenden Artikel in das Forum setzen und hoffe auf Eure rege Teilnahme an der Diskussion.
Doch die Ereignisse des Freitags wurden durch den Samstagabend eindeutig getopt. Ein Theaterbesuch war angesagt, Judy Winter in „Marlene“ im Berliner Renaissance – Theater. Gemeinsam mit meiner Freundin Regina habe ich mich gründlich auf diesen Abend vorbereitet. Nun wird die Eine oder der Andere sagen „Theater, na und?“. Ja und nein. Ja, wir gehen ja sonst auch überall hin und nein, weil wir uns ja ganz allein (zu zweit) in ein doch wohl angesagtes Theater begeben haben, unter ein Publikum, das im Transgenderumfeld wohl eher nicht so oft nicht anzutreffen ist. Ich mag wohl gelegentlich cool wirken, doch meine Ängste hab ich schon.
Ich bin zum Beispiel nicht sicher, ob es mir mehr gefällt unbemerkt mein Wohnhaus zu verlassen oder gelegentlich unvermeidlich festzustellen, dass sich meine Nachbarn um mein Outfit nicht scheren. Mein Problem ist eigentlich nicht, dass ich als leiblicher Mann identifiziert werde. Wirklich Angst habe ich, mich der Lächerlichkeit preiszugeben, also so unmöglich auszusehen, dass Andere mit Fingern auf mich zeigen und sich am liebsten vor Lachen am Boden wellern würden. Diese Ängste habe ich ganz gut im Griff wenn wir in größerer Gruppe irgendwo auftreten und je geringer die Anzahl der anwesenden Schwestern, desto größer die Ängste. Ich arbeite daran, aber es ist nun mal so.
Allein wäre ich sicher auch mit meinem schönsten Kleid und dem perfektesten Make Up nicht dorthin ins Theater gegangen. Doch Regina war ja dabei und ein bisschen war ich auch Stütze für sie (nehme ich mal an). Gut ausgesehen haben wir mit Sicherheit. Wie sagte doch meine liebe offenherzige Freundin T. (ihr erinnert Euch?) noch am gleichen Abend: „Du bist eine gut aussehende ältere Dame“ – na wenn das nicht aufbaut! Ingesamt kam es dann, wie es kommen musste und eigentlich immer die Regel ist, wenn wir uns unter das gemeine Volk mischen.
Der gelegentlichen Hausfrau von nebenan, angetan im „schicken Kostüm“ einer längst Vergangenen Saison, ist das blanke Entsetzen vom Gesicht abzulesen und sie ist Gott sei Dank sprachlos, mehr weltoffenere Typen lächeln und sagen freundlich „hallo“ und der Masse der Anwesenden ist es einfach scheißegal, wie wir rumlaufen oder wir fallen ihnen nicht genügend auf, um sich ernsthafte Gedanken zu machen.
Gemerkt habe ich mal wieder, dass ich als Transgender viel mehr Möglichkeiten habe, mich meinem Gefühl und meiner Stimmung entsprechend zu kleiden und an diesem Abend hätte mich kein Mensch in meinen tristen grauen Anzug und das obligatorische weiße Hemd mir farbig passendem Binder reingekriegt. Nein, ich wollte ein Kleid tragen und ich habe mich wohl darin gefühlt.
Die Vorstellung selbst, war wohl das Beste, was ich seit Jahren erleben dufte – obwohl zugegeben, ich gehe so oft nicht ins Theater, bin aber auch schon einige Male in der Pause entnervt geflüchtet. Die Geschichte des Stücks ist eigentlich simpel. Marlene Dietrich kommt nach langer Zeit nach Berlin, richtet sich in ihrer Garderobe ein, setzt sich mit den bekannten Anfeindungen der ewig Gestrigen auseinander und steht dann einfach auf der Bühne und singt. Ich bin mir nicht sicher, ob die Judy Winter eher als Schauspielerin oder als Sängerin besser ist. Nun ist die Stimme der Dietrich sicher einmalig und ein Stück über eine solche Berühmtheit immer ein Wagnis, weil ja immer am Original messbar. Gefallen hat mir, dass die Hauptdarstellerin gar nicht versucht hat, das Original zu kopieren. Für mich ist es ihr aber sehr gut gelungen, ein Bild von der großen Diva zu vermitteln. Und gesungen hat die Frau! Dazu dann noch die wirklich tiefsinnigen Texte der Dietrich. Für mich ein Abend mit mehrfachen Erfolg, einmal als Sabine B. und zum anderen ein kulturelles Ereignis, das ich nicht missen möchte.
Den Abschluss des Abends bildete, wie schon oft, ein Gläschen Wein in angenehmer Umgebung (dann schon in etwas größerem Kreis), interessante Diskussionen zu aktuellen Vorhaben der TransSisters und ein kleiner Absacker mit Tänzchen, dieses mal im „pour elle“. Für mich ein guter Abend. Ich bin selbst wieder ein Stückchen weiter gekommen, hatte einen kulturellen Genuss und konnte mich zudem mit Freunden treffen, die mir allesamt wichtig sind.
So, und jetzt bin ich wirklich in der Klemme. Bei mir haben sich in den letzten Wochen einige Themen angesammelt, die ich jedes mal aufs neue verarbeiten will, aber dann aus Gründen der Aktualität und Rücksicht auf die Belastbarkeit meiner Leser und natürlich auch aus eigenen Zeitgründen nicht verarbeiten kann. Ich will aber darüber sprechen, weil es mir wichtig ist und ich Euer Interesse vermute. Ich werde wohl in der nächsten Zeit gelegentlich (wenn ich die Zeit aufbringe) auch mal eine „Wochenmail zwischendurch“ versenden, seid also bitte nicht verwundert.

Bis dahin wünsche ich Euch allen eine angenehme Woche – im Rock oder im Anzug, ganz wie Ihr wollt.
Viele liebe Grüße
Sabine B.

Guten Tag liebe Freundinnen und Freunde,

... da sagte doch gestern Abend eine liebe Freundin, ich will sie hier mal nur T. nennen, dass sie diese Wochenmails eigentlich immer nur „quer“ liest, weil sie nicht immer die Zeit hat, sich mehrere Seiten hintereinander „einzuziehen“. Nun, ich weiß selbst, wie schwer ich mich tue, längere Texte am Bildschirm zu lesen – es sei denn, es sind meine eigenen.
T. will aber auch nicht auf diese Mail verzichten. Das find ich wieder prima. Also werde ich wenigstens heute versuchen, ihr das Lesen etwas leichter zu machen und ganz im Sinne einer „klassischen“ Pressemitteilung eine Zusammenfassung der wichtigsten Fakten an den Anfang zu stellen, den Redakteur (hier unsere Leserin T.) neugierig zu machen und dann (bei Bedarf) mit weitergehenden Informationen zu versorgen. Immer getreu dem Motto, dass der Text in Abhängigkeit von Interesse und Aufnahmefähigkeit, einfach von unten zu kürzen ist, die wichtigen Informationen aber trotzdem übermittelt werden:

Sabine hatte ein angenehmes, ungewöhnlich abwechslungsreiches Wochenende
Es ist beschlossen, die TransSisters führen ein sg. Monatstreffen durch, immer am letzten Freitag im Monat ab 20 Uhr in der „Keinen Philharmonie“ in der Berliner Schaperstraße 14. Infotelefon unter 0160-5431403. Eingeladen sind alle Transgender jedweder Orientierung, sowie die Freundinnen und Freunde der TransSisters. Der erste Treff findet am 26.1.2001 statt. Weitere Informationen unter www.TransSisters.de und in der „Siegessäule“.
Nun doch eine Frühlingsparty der TransSisters! Die Planungen für die Frühlingsparty der TransSisters haben begonnen. Die Party wird voraussichtlich Ende März im Zentrum Berlins stattfinden. Auch hier: Eingeladen sind alle Transgender jedweder Orientierung, sowie die Freundinnen und Freunde der TransSisters. Die aktuellen Informationen erhaltet Ihr über www.TransSisters.de und natürlich in Sabines regelmäßiger Wochenmail.
Neue In-Disco „T34“ in der Berliner Thorstraße auch für TransGender geeignet. Viele Jupi-Typen und wenig Sitzplätze.
Silvias Weihnachtskekse des Jahrgangs 1996 sind flugtauglich und unkaputtbar! Bei einem Flugtest aus 78 Metern Höhe haben diese Kekse nach dem Aufprall auf die kampferprobten Marzahner Betonstraßen absolute Stabilität und Formbeständigkeit bewiesen.
Die nächste Wochenmail kommt bestimmt, dann allerdings ohne Zusammenfassung.
So, liebe T., hier kannst Du jetzt aufhören mit lesen, ich kann Dir ja gelegentlich auch am Telefon oder bei einem Glas Wein erzählen, was mich sonst noch bewegt. (Bitte nimm’s mir nicht krumm, ich liebe Dich trotzdem!!)
Ich glaube, das stehe ich hier nicht durch, brauche ich sicher auch nicht, denn jede/r von Euch hat ja die Wahl diese Mail zu lesen oder auch nicht. Ich hoffe einfach mal, dass die Mehrzahl auch regelmäßig am Ende ankommt. Ich bin T. wirklich nicht gram, sie ist ein überaus liebenswerter Typ und ich mag sie sehr. Allerdings habe ich selten beim Schreiben der Wochenmail so viel gelacht, wie eben bei der Formulierung der Einleitung. Manchmal kann man eben mehrere Probleme ganz locker nebenbei erschlagen.
Gelegentlich vergeht so eine Woche, wie im Fluge und gerade, wenn das Wochenende so ereignisreich und abwechslungsreich war, wie das vergangene. Ich war viel unterwegs, im Fummel und ohne, hab mich gefreut und geärgert, viel diskutiert und auch gestritten, viel gelacht (manchmal nicht ohne Häme), nette Leute kennen gelernt und doch Zeit, nur für mich allein gehabt. Ein fast perfektes Wochenende, ganz nach meinem Geschmack. Obwohl ursprünglich gar nicht darauf eingestellt und bis zum Abend Job - mäßig unterwegs, hab ich mich dann am Freitag doch noch für das Kleid entschieden und damit den Startschuss für eine rundum gelungene Nacht gegeben. Überredet hatte mich meine Freundin Andrea – ein großer Vorteil, denn Sie trinkt kaum mal ein Glas Wein und war somit für die Funktion der Kraftfahrerin nahezu prädestiniert. Erste Station war der Besuch einer Location, die von den Initiatoren der Frühlingsparty 2001 als der mögliche Partyort auserkoren wurde. Ich war vom Ambiente zunächst nicht sonderlich begeistert, hab mich aber überzeugen lassen und bin inzwischen ganz optimistisch. Na ja, und dann gab’s natürlich Diskussionen zu den notwendigen Details einer Partyvorbereitung. Es ist natürlich immer auch eine Frage der Ansprüche an eine solche Veranstaltung. Einig sind wir uns, dass wir mit unseren Freundinnen und Freunden feiern wollen, zudem Kontakt zu anderen TransGendern herstellen und natürlich auch Öffentlichkeit erreichen wollen. In der Wahl der Art und des Umfangs der Mittel gehen dann naturgemäß die Ansichten auseinander. Ist „billig“ immer auch gleich besser und umgekehrt? Wie und mit welchem Aufwand erreichen wir möglichst viele InteressentInnen? Wie gehen wir mit den wirtschaftlichen Risiken und auch Chancen um? Wie stehen wir zu möglichen Veröffentlichungen durch die Presse? Wer von uns ist für die Lösung welcher Probleme wirklich kompetent? Das war wirklich eine heiße Diskussion. Nützlich für mich vor allem, weil deutlich wurde, dass es bei solchen Vorhaben von entscheidender Bedeutung ist, möglichst viele Auffassungen zu respektieren und den Extrakt zum Konzept zu erheben. Einfache Mehrheitsabstimmungen sind hier nicht immer das wirklich probate Mittel. Alle Versuche der persönlichen Profilierung gefährden letztlich den Erfolg des Projektes. Ich meine damit alle schon und möglichen noch Beteiligten an diesem Vorhaben und habe mich natürlich auch schon selbst an die eigene Nase gefasst. Ich sage das hier nicht weil ich klatschen oder gar Stimmung machen will, sondern weil ich weiß, dass es bei vielen Events, die wir alle mehr oder weniger regelmäßig besuchen, ähnlich zugeht. Zuerst kommt die Idee, dann eine ganze Menge Stress und auch Streit. Danach wird bis zu letzten Minute fieberhaft gearbeitet, dann findet die tolle Party doch statt und die meisten Teilnehmer merken kaum was von den Pannen.
Im Nachhinein gibt’s dann die Manöverkritik und dabei glückliche und weniger glückliche Gesichter. Kaum eine(r) will sich diesem Stress noch einmal aussetzen und denkt „beim nächsten mal sollen’s doch die anderen besser machen“ und ist dann (beim nächsten Mal) doch nicht in der Lage, sich wirklich zurück zu nehmen. Wer sich schon einmal wirklich ernsthaft mit der Vorbereitung und Durchführung eines Events befasst hat, kennt diesen Ablauf und weiß auch eine unendliche Liste von Problemen. Dennoch, schön, dass sich immer wieder Leute finden, die den Aufwand nicht scheuen. Ich freue mich schon auf die Party und hoffe, dass ich möglichst viele von Euch dort treffen und begrüßen kann.
Ein anderes wichtiges Thema dieses Abends war die Einrichtung des „Monatstreff der TransSisters“. Die näheren Daten kann ich mir ja wegen der obigen Zusammenfassung jetzt sparen und von den Regeln einer ordentlichen Pressemitteilung wollte ich ja hier ohnehin abweichen. Das ist mir hier einfach zu sachlich. Glückwunsch den Organisatorinnen Celline, Mania und Yvonne (Reihenfolge hier alphabetisch), die hier einfach auch mal genannt werden sollen. Es ist gut, dass es einen solchen Treff, andernorts als Stammtisch betitelt, auch bei den TransSisters gibt. Ich wünsche mir, dass möglichst viele „Einsteiger“, Interessenten oder auch „Profis“, die den Kontakt zu uns noch nicht gefunden haben, regen Gebrauch von diesem Angebot machen. Dieser Treff hat ja auch noch den Vorteil der Regelmäßigkeit und findet zudem in angenehmer und ruhiger Atmosphäre statt. Ich denke schon, dass wir hier auch mal die Gelegenheit haben, einfach nur vertraut miteinander zu reden, was ja nicht in jeder Disco möglich ist. Ja, ich sehe diese Veranstaltungen auch unter dem Gesichtspunkt der internen Kommunikation. Das hat aus meiner Sicht nur Vorteile, ich find keinen Haken daran.
Nächste Station des Freitagabends war eine an diesem Tage neu eröffnete Bar (?) in der Berliner Thorstraße 134 mit dem stilvollen Namen „T34“. Ich wäre von alleine gar nicht darauf gekommen, doch die wohl „100 peinlichsten Berliner“ standen auf der Einladungsliste. Die wollte ich natürlich sehen! Getroffen haben wir „Crossy“ einen wirklich schrägen Szenetyp von vielleicht inzwischen 250 Pfund, der sich „singend“ „entertainend“ und manchmal auch „strippend“ durch die Welt bewegt. Ich habe den Typ schon einige male in „Carolas Transentreff“ erleben müssen und war bei dem Wiedersehen in der Tat peinlich berührt. Andere peinliche Menschen habe ich dort nicht gesichtet, das hat aber nichts zu sagen, ich kenne mich in der Promiszene auch nicht so gut aus. Dafür waren aber eine ganze Menge junger und auch älterer, scheinbar überaus erfolgreicher, Typen dort. Erstaunlich und nicht unbedingt erwartet, die konnten ganz gut mit uns umgehen – ein Schwätzchen hier und eine Auskunft zu unseren Ambitionen dort. Nach einer Stunde waren wir wieder weg. Fazit: durchaus transentauglich, der Laden. Man (frau) muss natürlich das Umfeld mögen und dazu gehören auch die Keller – Räumlichkeiten. Ich gehöre nun mal zu der Generation, die als Kind gelegentlich schon mal die Trümmer des letzten Krieges zum Spielplatz auserkoren hat. Ich kenne das „Abenteuer“ und auch die böse Erfahrung des Versteckspielens in den Kellern der Ruinen und habe keine so begeisternden Erinnerungen daran. Warum eigentlich, sehen heute viele solcher Bars aus, als hätte der sagenumwobene russische T34 – Panzer gerade erst seinen letzten Schuss abgegeben? Mein Fall ist ein solcher Keller nicht, zumindest nicht als Partyraum.
Doch die Nacht war noch nicht zuende. Der „Absacker“ wurde dann noch im „pour elle“, in schöner, dann plüschiger Atmosphäre eingenommen. Wichtig, die „Streithähne“ in Sachen Fühlingsparty haben sich wieder getroffen, der Rauch der Kanonen hat sich verzogen, wir haben einträchtig das eine und das andere Gläschen Wein miteinander getrunken. Und wichtig für mich, ich bin auf Barbara, Bascha genannt, gestoßen, die rein zufällig eine ausgebildete Schneiderin ist. Genau das habe ich gesucht! Da fiel mir doch gleich mein rotes Kleid ein, das ich überaus liebe, aber wegen des wenig meiner Anatomie gehorchenden Schnittes so richtig knackig nicht passt. Bascha wird Abhilfe schaffen! Dazu kann ich endlich weiter über das für mich wirklich ultimative Kleid nachdenken und habe auch die Chance der Verwirklichung.
Na ja, und so hab ich dann doch ein paar Weine zu viel getrunken (Andrea war ja die Kraftfahrerin) und bin mit dem klingeln des noch auf Wochentag eingestellten Weckers (leider allein) in mein Bettchen gesunken. Diese Nacht war fast perfekt!
Dem nächsten Morgen (10:30) fehlte jedoch jegliche Perfektion und ich hatte richtig zu tun, mich bis zum Eintreffen meiner (beruflichen) Kollegen zwecks Planung des ersten Halbjahres zu sammeln. Ich hab’s aber mit Anstand überstanden und war sogar richtig produktiv.
Am Samstagabend war dann die inzwischen legendäre „Kekseparty“ bei unserer Freundin Silvia angesagt. Ich hab’s dann doch nicht über mich gebracht, mich in mein „schlichtes Hausfrauenkostüm“ zu schmeißen. Nicht, weil ich nicht wollte, doch der damit zusammenhängende Aufwand, gemeint ist das leider recht aufwändige Schminken das eine Frau über 40 nun mal betreiben muss, war mir einfach zu groß. An diesem Abend habe ich mal wieder bedauert, dass es für einen Mann keine Selbstverständlichkeit ist, sich einfach mal zwischen Rock und Hose zu entscheiden, ohne gleich eine (ohnehin niemals perfekte) äußerliche Verwandlung zur Frau vornehmen zu müssen. Schade, aber nicht zu ändern.
Nicht bedauert habe ich, dass ich mich dann doch noch (als Kerl) auf den Weg ins weltbekannte Marzahn, in den 25. Stock eines Hochhauses gemacht habe. Ein wirklich schöner Abend mit viel Spaß und auch mal wirklich tiefgehenden Gesprächen. Ungeahnter Höhepunkt war der Fenstersturz eines Weihnachtskekses des Jahrgangs 1996. Ausgangspunkt war eigentlich die Überlegung, wie lange man wohl fliegen würde, wenn man sich vom Balkon die 78 Meter nach unter stürzen wollte. Die individuellen Berechnungen der anwesenden physikalisch vorgebildeten Experten schwankten zwischen 2,5 und 4 Sekunden. Diese Differenz fand ich schon bedeutend. Angenommen ich wollte wirklich springen, würde ich schon wissen wollen, wie viel Zeit ich wohl habe über die Endgültigkeit meiner Entscheidung nachzudenken. Und gegebenenfalls ist ja auch wichtig, ob unterwegs die Möglichkeit besteht, schnell noch einmal die Augenbrauen nachzuziehen.
Mit dieser Ungewissheit wollte ich aber nicht springen. Ein praktischer Versuch war also von Nöten. Und weil sich keine Versuchsperson gefunden hat musste eben der willkürlich gewählte Weihnachtskeks des Jahrgangs 1996 dafür herhalten. Ich hab das Ding gar nicht aufschlagen hören, mir wurde aber versichert, dass die Fallzeit so zwischen zwei und drei Sekunden lag – also recht wenig Zeit für die Augenbrauen und ganz schön viel, um über die Umkehrbarkeit der Sprungentscheidung nachzudenken. Erst auf dem Heimweg haben wir besagten Keks gesichtet und genauestens untersucht. Herausgestellt hat sich die absolute Flugtauglichkeit und Formbeständigkeit und das ob der knallharten Marzahner Betonstraßen. Da sage einer, die Ossis können keine Kekse backen! Ich bin mir nicht sicher, ob die Dinger wirklich noch essbar sind, aber als Wurfgeschoss sind sie bestens geeignet. Wer also mal wieder einen kleinen Bürgerkrieg anzetteln will, sollte sich bei Silvia nach der Rezeptur der Kekse erkundigen.
Genug jetzt! Ich könnte noch Seitenweise weiter so schreiben und eigentlich immer nur mitteilen, dass es mir gut geht, wie lange nicht. Persönliche Identität, Sorge um das Wohl der TransSisters und Nachwehen einer verflossenen Beziehung hin und her. Ich fühle mich im Moment einfach nur wohl in meiner Haut und gehe voller Optimismus in die nächste Woche. Natürlich halte ich euch weiter auf dem Laufenden, manches Mal nachdenklich, vielleicht gelegentlich komisch und das andere Mal einfach nur mit seichtem Erzählen. Doch immer ehrlich. Und dabei bleibt es.

Bis zur nächsten Woche viele liebe Grüße
Sabine

Guten Tag liebe Freundinnen und Freunde,

eigentlich wollte ich schon vor reichlich zwei Stunden beginnen, die heutige Mail zu verfassen, doch ich habe so meine Startprobleme. Ich bin wohl ein wenig erkältet und (wie es sich für einen ordentlichen Steuerbürger gehört, erst) am Samstag mit einem furchtbar dicken Kopf aufgewacht. Zuerst hatte ich vermutet, dass da wohl ein Weinchen zu viel in der vergangenen Nacht den Weg in meinen Kopf genommen hat, doch ich war immerhin klar genug um diese Möglichkeit auszuschließen. Zwei Gläser Wein und dazu noch zwei Weinschorlen über die Zeit von 10 Stunden, können eine so verheerende Wirkung nicht haben. Ja und nun sind die bewährten Hausmittel gefragt und unterstützt wird die Ganze Aktion vom Apotheker um die Ecke, für den es sich dann doch noch geloht hat, an einem Samstag zu öffnen.
Der Freitag hatte es aber auch in sich. Eigentlich hatte ich einen ruhigen Nachmittag geplant und wollte mich in aller Ruhe auf den leider letzten "Beatschuppen" im Cafe Transler vorbereiten. Doch es kam alle ganz anders, meine Freundin Andrea hat mich eben mal überredet, mit ihr zum Zwecke des Einkaufs durch diverse Läden der Innenstatt zu ziehen. Das war es überhaupt! Ich wollte ohnehin mal wieder in meiner Lieblingsboutique nach einem neuen Kleid schauen.
Der Besuch im Perückenladen blieb grundsätzlich ergebnislos, doch dann waren die Kleider, Röcke und Blusen dran. Man stelle sich vor: Eine blonde Transgenderdame (Andrea) und ein ganz gewöhnlicher Mann (in den besten Jahren und gut aussehend - ich!!!!), betreten den Laden und fangen an, etliche Kleider anzuprobieren, diskutieren mit der Verkäuferin von Frau zu Frau über Vor und Nachteile einzelner Schnitte und Materialien und beziehen dazu auch gelegentlich die eine oder andere Kundin in die Gespräche ein. Wieder einmal habe ich festgestellt, dass es nicht unbedingt ein Problem sein muss, wenn man als Mann in der Damenabteilung genau das tut, was alle da tun, nämlich die Auslagen bewundern und das eine oder andere Teil anprobieren. Es ist der innere Ruck, der oft fehlt um sich zu offenbaren und dann ganz natürlich mit seiner Leidenschaft umzugehen. Mir ist das schon einige Male passiert, wenn man selbst Unsicherheit zeigt und sich verstohlen immer wieder umsieht, ob man wohl misstrauisch beobachtet wird, dann schafft man auch auf der Seite der Verkäuferinnen Unsicherheiten, vielleicht auch Ängste. Eine wirklich nette Verkäuferin von Damenstrümpfen hat mir mal erzählt, wie häufig sie es mit verschämten Männern zu tun hat, die sich nicht trauen, ihre Wünsche zu äußern, irgend etwas kaufen nur, um dann schnell wieder weg zu sein. Sie hat aber auch erzählt, wie angenehm es ist, wenn der Kunde einfach sagt, was er will und dann auch wirklich gut beraten werden kann. Und genau so ist es uns mal wieder in besagter Boutique ergangen. Wenn Ihr so wollt habe ich bei der Angelegenheit gleich noch einen drauf gesetzt und mir einen BH und meine kleinen "Silikonwunder" mitgebracht. Wie soll ich prüfen, ob ein Kleid wirklich passt, wenn mir die entsprechenden Rundungen fehlen? Alles kein Problem und nach einigem hin und her hab ich dann auch zugeschlagen - ein schwarzes Kostüm mit Pelzkragen und eine Jacke, passend zu meinem schwarzen Kleid. Natürlich haben wir unsere neuen "Fummel" noch am gleichen Abend ausgetragen und ich sage hier ohne Übertreibung: "Wir waren die Schönsten der Nacht" - zumindest haben wir uns so gefühlt - und genau darauf kommt es ja wohl an. Wohlfühlen muss frau sich in ihrer Garderobe und wenn es dann noch gut aussieht und den anderen gefällt, dann ist es fast nicht mehr zum Aushalten.
Hier also meine Empfehlung: der Laden heißt M.C.M. Magic City Market, Internationale Mode und befindet sich in der Wilmersdorfer Straße 80, Ecke Sybelstraße, ganz in der Nähe vom Adenauer Platz. Sicher, die Teile sind nicht gerade billig und in der Masse eher für Damen mit der Konfektion ab Größe 38 aufwärts geeignet, doch das Ambiente und der Service sind erstklassig. Dazu gehört auch, dass die Verkäuferinnen schon mal bereit sind, auch ganz individuelle Größenkombinationen zusammenzustellen. Das ist für mich ganz wichtig, weil meine männliche Anatomie häufig nicht so richtig mit den weiblichen Konfektionsgrößen harmoniert. Wer dann noch immer Bedenken hat, dem kann ich nur raten, mit einem Freund oder einer Freundin einkaufen zu gehen. Erstens ist es dann einfacher offen und locker zu sein und zweitens macht das Einkaufen zu zweit viel mehr Spaß.
Der Beatschuppen im Cafe Transler hatte genau das, was ich an diesem Abend brauchte, gute Musik (in meinem Alter mag ich wohl eher die Oldies), nicht so viel gedrängle und ein insgesamt angenehmes Umfeld. Kennen gelernt habe ich zu dieser Gelegenheit ein Paar, Barbara und Claudia, die eine schon immer eine Frau und die andere anatomisch ein Mann. Beide kamen von weit her, hatten sich auf der Programmseite der TransSisters orientiert und wollten uns einfach mal persönlich kennen lernen. Schade eigentlich, dass wir nicht mehr Zeit hatten miteinander zu sprechen, doch interessant und informativ war es allemal. Interessant für mich vor allem der Umgang mit der temporären äußerlichen Verwandlung von K. zur Claudia und die ganz persönliche Reflektion dieses Vorgangs.
Claudia hatte für mich eine anstrebenswerte Mischung weiblicher und männlicher Eigenschaften, die zudem noch sehr gut harmonierten (Bitte verzeih mir Claudia, Du musst jetzt einfach mal für die Entwicklung eines für mich sehr wichtigen Gedankens herhalten). Sie und Er hinterließen den Eindruck einer in sich geschlossenen, einer einzigen Persönlichkeit. Die scheinbare Spaltung der Persönlichkeit mit dem Wechsel der Kleidung und damit auch Wechsel des Namens geht mir schon seit einiger Zeit nicht aus dem Kopf. Eigentlich will ich das nicht, denn ich bin nur ein Mensch und nur eine Persönlichkeit. Allerdings muss ich hier noch einmal einräumen, dass ich in der Tat ein bekennender Mann bin, der eben gern Frauenkleidung trägt. Die Sichtweise gerade unserer transsexuellen Schwestern kann natürlich abweichend sein und ist für mich völlig akzeptabel.
Wie durch Zufall hat auch Claudia sich zu diesem Thema der Identität geäußert und bedauert, dass so manche Transgender ihre Persönlichkeit an der Garderobe abgeben und zu völlig anderen Menschen werden.
Interessant auch eine gerade eingegangene Zuschrift von Sophya, die in einer Bar arbeitet und schon gelegentlich mit unsers gleichen zu tun hat. Hier ein Zitat: "Durch meine Arbeit hinterm Tresen kenne ich zwar einige Transen, doch bewegen die sich .... in ihrer eigenen Halbwelt, nur einige wenige haben einen "ernsthaften" Job und sind dadurch zu Teilzeittransentum verurteilt. Mitunter habe ich auch Probleme mit dem völlig indiskutablen Verhalten einiger TV´s und CD´s, die am Tage die braven Bürger spielen und des Nachts die berüchtigte Sau rauslassen - einfach lächerlich."
"Halbwelt, Teilzeittransentum, Sau raus lassen" Stichworte, die mich nachdenklich stimmen und auf eben diese Teilung der eigenen Identität weisen. Ich kann das partiell nachvollziehen, denn noch heute trenne ich, wie ich mich selbst meinen besten Freundinnen gegenüber gebe und bin noch immer nicht hundertprozentig in der Lage, all mein Begehren und Verlangen voll und offen zu leben. Doch ich habe für meine Verhältnisse schon ganz gute Fortschritte gemacht, denn ich erkenne und begreife mich immer mehr als eine einzige Persönlichkeit und will einfach nicht mehr trennen zwischen Sabine und Bernd. Nun gut, dafür habe ich auch ein denkbar gutes Umfeld. Früher gab es unter uns TransSisters schon mal die Frage: "Wie kommst Du denn, als Sabine oder als Bernd?" Wer von euch beiden kommt denn nun? - eine überaus blöde Frage. Erst neulich (Ihr erinnert Euch an die in der letzten Wochemail erwähnte Keksparty) hatte ich wirklich keinen Bock mich zu schminken und bin halt in männlichem Outfit unterwegs gewesen. Keine und keiner hat sich gewundert oder nachgefragt, warum ich denn nicht im Rock erschienen bin. Und noch viel besser, anderen ging es ähnlich wie mir, wir waren fast eine komplette Männerrunde - nur die wirklichen Frauen waren natürlich noch immer Frauen. Da waren einfach mal Leute zusammen, die sich was zu sagen haben und gern zusammen sind. Warum also soll ich diese Persönlichkeit durch mehrere Namen trennen? Wie komme ich zu noch mehr Übereinstimmung von Inhalt und Form?
Zum Schluss ganz einfach, wenngleich ein wenig weit hergeholt. Geholfen haben mir unsere amerikanischen Freunde! Wie heißt es doch in Abwandlung eines ach so lieben Spruches: "Von Amerika lernen, heißt siegen lernen!" Habt Ihr Euch mal die Liste der amerikanischen Präsidenten angesehen? Ich bin eigentlich erst mit dem jetzt gerade angetretenen George W. Bush darauf gestoßen. Die haben alle (mindestens) zwei Vornamen und mal ehrlich, wer weiß schon was das "W." bei dem Herrn Bush heißt. Heißt das vielleicht "Wilma"? Was, wenn der Präsident ganz gern mal im Kleid durchs weiße Haus streift? Sicher will er dann nicht George genannt werden, sondern bei seinem zweiten (extra für diese Gelegenheit zugelegten) Vornamen, eben vielleicht Wilma. Gerade für den Präsidenten der USA kann es eminent wichtig sein, dass er immer die gleiche ungespaltene Persönlichkeit ist. Es ist ja durchaus möglich, dass er zwischen Nägel lackieren und Auswahl der richtigen Pumps mal eben über den Weltfrieden entscheiden muss. Dann ist gerade ein zweiter Vorname ganz praktisch, denn Wilma G. Bush (G-punkt ist übrigens in diesem Zusammenhang purer Zufall) und George W. Bush sind ja die gleichen Namen und auch der gleiche Mensch. Man muss eben nur beide Vornahmen im Namen führen und kann nach belieben entscheiden, wo der Punkt gesetzt wird. Na, wenn das nichts ist! Die Amis wissen eben, wie das geht, ich weiß es jetzt und Ihr auch. Das Geheimnis ist gelüftet und genau so werde ich verfahren.
So manche oder mancher wird sich jetzt fragen, was das denn nun soll, es ist doch nur ein Name. Stimmt, doch für mich ist wichtig, auch nach außen zu dokumentieren, dass mein ganz persönlicher Transvestismus genau so Bestandteil meiner Persönlichkeit ist, wie all meine als typisch männliche definierten Eigenschaften. Es ist immer dieselbe Person, nur der Punkt ist manchmal anders gesetzt.
Ich sende Euch daher viele liebe Grüße (als)

Sabine B.

Guten Tag liebe Freundinnen und Freunde,

Weihnachten ist vorbei und das neue Jahr inzwischen so alt, dass man (frau) es sich ruhig verkneifen kann immer wieder zu sagen "Ein gesundes neues Jahr wünsche ich dann auch!" Zeit also, die Feiertagsreste zu beseitigen und die Wohnung wieder in einen begehbaren Zustand zu versetzen. Dazu zählt bei mir auch das ach so beliebte abputzen des Weihnachtsbaumes. Man oh man hatte das Ding viele Nadeln! Ich konnte sie in Haufen mit der Hand vom Teppich aufnehmen und den Rest der spitzen hinterlistigen Dinger habe ich dann mit der "Vampirette" gejagt. Irgendwann hab ich's dann aufgegeben, ich werd' wohl noch einige Monate damit zu tun haben. Diese Nadel krauchen überhall hin, selbst auf dem Klo habe ich welche gesichtet und da stand nun wirklich kein Weihnachtsbaum. Sogar im Schuh hatte ich eine und damit zugleich eine deftige Laufmasche im Strumpf. Als ob Weihnachten an sich nicht schon teuer genug war!
Zudem habe ich bei der Fensterentsorgung des nunmehr fast nadellosen Strunkes um ein Haar zwei nette Wilmersdorfer Witwen erschlagen und mich besser erst mal für eine halbe Stunde nicht auf der Straße sehen lassen. Die hätten womöglich noch Ihre "Rassehunde", von der Größe eines aufgeplatzten Sofakissens auf mich losgelassen.
Die Entsorgung diverser Verpackungsmaterialien ging zum Glück völlig unproblematisch vonstatten. An der Vernichtung der vorsorglich beschafften, aber nicht in diesem Maße benötigten Whisky- und Weinflaschen arbeite ich noch - eine Beschäftigung, die mir viel Freude bereitet.
In das neue Jahr "Reingerutscht" bin ich ganz gut, obwohl die Veranstaltung im BKA-Luftschloss im ersten Teil nicht gerade der große Knaller war. Geboten wurde zunächst die "Hängetitten-Show" von Desirée Nick. Eine frivole Show sollte es sein. Nun ja, für mich waren es gut 100 Minuten vorwiegend Zoten, die eher auf die unteren Körperregionen abzielten und wirkliche Hängetitten hatte Desirée auch nicht zu bieten. Kann sich jemand vorstellen, dass ein solches Programm wirklich über die gesamte Dauer komisch ist? Ich hatte es gehofft, wurde aber eines Besseren belehrt. Nun bin ich ja in einem wichtigen Teil meines Wesens ein bekennender Mann, doch bei so mancher Zote konnte einfach kein Vergnügen aufkommen. Dafür bin ich wohl vielleicht doch zu sehr Frau oder habe einfach nur andere Vorstellungen von Witz und Doppeldeutigkeit. Erledigt.
Doch dann gab's Party vom feinsten und wir haben uns prächtig amüsiert und sind wirklich gut ins neue Jahr gekommen. Krönender Abschluss meiner eigenen Sylvesteraktivitäten war noch ein kurzer Abstecher ins "Knemo", hab es allerdings nur für die Dauer eines kleinen Bieres ausgehalten und mich dann zu Fuß und in klirrender Kälte auf den Heimweg gemacht. Erfahrung aus dem mehr als halbstündigen Weg: Auch das schönste Kleid ist unten offen und "Väterchen Frost" kennt keine Gnade. Gerettet hat mich der Tipp einer lieben Freundin, eine warmen Schlüpfer anzuziehen (sieht ja keiner), der mich dann vor größeren Schäden bewahrt hat.
Das neue Jahr ist da und für mich nun schon wieder Alltag. Ich hab mir für den Moment richtig viel Arbeit aufgehalst, nicht, weil es unbedingt nötig ist, mehr um meine eigene Gedankenwelt unter Kontrolle zu bekommen, die sich schon mal vergeblich im Kreise dreht. Aber das will ich hier nicht vertiefen. Manchmal ist es eben wichtig, sich selbst und die Welt einfach mal in Ruhe zu lassen und dann mit angemessenem Abstand zu betrachten. Nicht jedes Problem muss man lösen und schon gar nicht selbst, so manches erledigt sich von allein - wenn man nur lange genug wartet.
Ein Beispiel: Im November des vergangenen Jahres hatte ich aufgrund einer Anfrage des Berliner Sonntags-Clubs im transsisterlichen Umfeld laut darüber nachgedacht, so eine Art „Einsteigertreffen“ für interessierte Menschen zu organisieren und bin wegen des damit zusammenhängenden Aufwandes zunächst auf diverse Bedenken und auch auf Sprachlosigkeit gestoßen. Das war an sich kein Problem, weil ja nur eine Idee, und ich hatte mir vorgenommen mich selbst, vielleicht gemeinsam mit der ein oder andren Freundin zu engagieren. Ich habe meine Antwort auf eben diese Anfrage entsprechend formuliert. Danach war eine ganze Weile Ruhe und nun, mit Beginn des neuen Jahres, gerät die Sache wie von allein in Bewegung und zwar mit großer Dynamik. Die TransSisters werden ab den 26. Januar beginnend monatlich eine solche Kontaktmöglichkeit schaffen, voraussichtlich in der „Kleinen Philharmonie“ in der Berliner Schaperstraße 14. In der Zeit von 20-23 Uhr könnt Ihr dort den „harten Kern“ der TransSisters antreffen, Kontakte knüpfen und einfach mal schauen, wer denn das so ist „die TransSisters“. Dabei spielt es übrigens überhaupt keine Rolle in welchem Outfit Ihr dort erscheint – höchstens, etwas anhaben solltet Ihr natürlich schon. Die Lokalität im Bezirk Wilmersdorf ist ganz gut erreichbar und bietet zudem die Möglichkeit, sich in gemütlicher Atmosphäre miteinander zu unterhalten. Und eine gesonderte neue Telefonnummer soll es für diese Zwecke auch geben, da könnt Ihr dann auch mal nach dem Weg oder anderen Einzelheiten fragen. Wer also Interesse an diesen Treffen hat, sollte in den nächsten Tagen noch einmal auf die Programmseite unserer HP schauen.
Unter dem gleichen Blickwinkel ist auch der Beitrag unserer Freundin Alice in unserem Forum (siehe unsere HP) zum Thema „Neujahrsparty“ zu betrachten. Die bisher durchgeführten Partys der TransSisters erfreuten sich schon einiger Beliebtheit und ich bin sicher die nächste Party kommt bestimmt. Nur ist ein auch solches Vorhaben unter dem Gesichtspunkt der Bereitschaft des wesentlichen Teils der TransSisters zu betrachten. Die damit zusammenhängenden materiellen und organisatorischen Aufwendungen sind nicht unerheblich. Hinzu kommen noch unterschiedliche Einschätzungen zu dem damit zusammenhängenden wirtschaftlichen Risiko. Die TransSisters verstehen sich als eine lose Vereinigung. Derartige Aktivitäten sind also immer abhängig von der allgemeinen Interessenlage und dann natürlich von der Aktivität Einzelner, die diese Interessenlage kennen und zudem über die Kraft, diplomatisches Geschick und natürlich entsprechendes know hof verfügen. Ich bin ganz optimistisch, dass sich recht bald ein neues Partyteam findet. Sicher, kaum etwas geht von ganz allein, doch alles hat seine Zeit.
Ihr seht, Sabines Welt bewegt sich, auch wenn sie mal nicht selbst an der großen Kurbel steht. Spannend bleibt es allemal und damit ist schon mal sicher, dass es auch in der nächsten Woche wieder was zu berichten gibt.

Viele liebe Grüße
Sabine